Tag: deutsch
Harry “Jesus” Potter – auf ein Letztes (Spoiler Alert!)
by yodahome on Sep.19, 2011, under Filme, Meinungen
Anders als bei meinen sonstigen Filmkritiken (wenn man sie so nennen will) werde ich bei diesem Beitrag nicht umhin kommen, zentrale Bestandteile des Plots wiederholt und detailliert zu nennen. Es ist auch nicht davon auszugehen, dass irgendjemand, der sich für das Thema interessiert, den Film noch nicht gesehen bzw. das Buch noch nicht gelesen hat. Trotzdem seien alle Unwissenden hiermit gewarnt: Ab jetzt wird gespoilert! (continue reading…)
Meinungsmontag: Google+, London und so weiter…
by yodahome on Aug.15, 2011, under Computer, Meinungen, Politik
Der letzte Meinungsmontag hatte ein konkretes Thema, dieser wird mehrere haben, denn in den letzten Wochen ist ja durchaus einiges Kommentierenswertes geschehen: Google bastelt sich mit G+ seine eigene Netzwerkplattform, die Welt versinkt in ihren eigenen Schulden und in London zeigte sich, wie wertlos 24/7 Überwachung sein kann. Die Reihenfolge läßt keinen Rückschluß auf die Relevanz zu. Na denn mal los… (continue reading…)
Bei Ben in Berlin
by yodahome on Mrz.05, 2011, under Meinungen, Musik
Die meisten Leute in meinem näheren Umfeld wussten auf Nachfrage nicht wer Ben ist. Dabei habe ich doch schon das ein oder andere Mal über Ben gebloggt, getwittert und verlinkt. Ach ja, liest ja keiner.
Naja, auch egal. Denn:
Am Donnerstag (also vor knapp 2 Stunden - von dem Zeitpunkt gesehen, da ich diese ersten Sätze schreibe) hatte ich das unglaublich große Vergnügen Mr. Ben Folds live und persönlich in Berlin spielen zu hören (und sehen, natürlich). Wer seine Musik kennt oder schon mal ein Youtube-Video von einem Konzert gesehen hat (oder dies hier), weiß, dass er Klavier spielt als gäbe es kein morgen. So auch gestern. Bei Songs wie “Saskia Hamilton” oder “Still Fighting” hämmert Folds in die Tasten, dass man meint er wäre der Drummer (was er wohl auch mal war). Man könnte sagen, er ist eine Art moderner und unschwuler Elton John, der Balladen genau so geil schreiben kann wie Pophymnen und dessen Texte (wenn’s denn seine sind) die Bandbreite von banal bis tiefschürfend komplett abdecken.
Meine persönlichen Lieblinge – allen voran “Picture Window” und “Effington” – waren ebenso auf der Setlist, wie zahlreiche weitere Titel der Kollaboration “Lonely Avenue” , bei der Nick Hornby die Texte der Songs schrieb, und anderen Perlen aus dem Gesamtwerk des – Achtung, abgelatschte Lobhudeleivokabeln voraus – Ausnahmekünstlers.
Nach einem tosenden Applaus gab’s in der Zugabe “Ben Folds Five”-Klassiker “Zak & Sara”, ”Army” sowie den Mitmacher überhaupt “Not the same” bei dem Folds wie zur Hommage an Gotthilf Fischer gern das Publikum dreistimmig Harmonien intonieren lässt. Das funktionierte auf Anhieb so perfekt, dass er zum Ende des Lieds auf’s Klavier stieg, um mit dem Chor noch einen kleinen Marsch zu dirigieren.
Überhaupt war Mr. Folds augenscheinlich gut drauf, denn auch eine neue Interpretation von “Rock this bitch” (“Rock die Schlampe”) gab’s spontan, als ein unhöflicher Zuschauer in einen beginnenden anderen Song hineinrief. Macht man nicht, war aber lustig. Immerhin hatte Folds das “Rock this bitch”-Thema schon mehrfach ad acta gelegt.
Bei einigen Songs (“From above”, “You don’t know me” und “Songs of Love”) wurde Folds außer von der 4-köpfigen Band auch von Kate Miller-Heidke gesanglich begleitet, die mit ihrer unglaublichen Stimme schon als Vorband das Haus bis ins Mark gerockt hatte. Es schadet halt auch in der Popmusik nix, wenn man richtig singen kann (kleiner DSDS-und-Co-Kommentar meinerseits).
Alles in allem war’s die Reise vollkommen wert, die restliche Zeit hab’ ich mit ein bissl Sightseeing in der Hauptstadt verbracht, dazu kommt man schließlich auch nicht alle Tage. Ich hab’ beispielsweise noch die Wiese besucht, die sich früher mal “Palast der Republik” nannte und bin mit der neuen U-Bahn-Linie zum Bundestag gefahren. Der sah’ auch ohne Guttenberg noch sehr geschichtsträchtig aus, was die Vermutung nahe legt, dass Deutschland vielleicht doch noch darüber hinweg kommt, dass der Mann erstmal Kreativpause macht.
Untergekunftet war ich übrigens im “36Rooms“, einem Hostel im schönen Kreuzberg, dass einen sehr bodenständigen Charme versprühte, aber als günstige Übernachtungsmöglichkeit in der Hauptstadt (für Abenteuerlustige sicher auch für mehr als eine Nacht) durchaus eine Überlegung wert ist und hiermit als empfohlen gilt.

Meinungsmontag: Endlich über den (Gutten-)Berg
by yodahome on Feb.27, 2011, under Meinungen, Politik
Mittlerweile ist ja selbst den alles auf der Schlachtbank ausweidenden Medien der Spaß am zu Guttenberg vergangen, Zeit also für mich einen Beitrag nachzuschießen. ;-)
Die Sachlage ist ja ganz Deutschland bekannt, was aber ist nun daraus zu schließen? Herr zu Gutenberg, der trotz aller Plagiatierung weiterhin die Beliebtheitsskalen anführt, hat letztendlich einen akademischen Titel aberkannt bekommen, der ihm offenbar auch nicht zustand. Das er versucht hat, sich damit durchzuschummeln, muss man ihm zum Vorwurf machen, dass er offenbar auch nach Auftauchen der Vorwürfe unbeirrt weiter gelogen hat hingegen erwartet man ja schon fast von einem professionellen Politiker. Denn klar ist: Für so dumm, die zahlreichen eigenen “handwerklichen Fehler” nicht zu bemerken, die er auch noch mit der Mehrfachbelastung durch Job und Familie begründet, kann man den Herr Verteidigungsminister wirklich nicht halten.
Insofern ist nicht verwunderlich, dass seine politischen Ämter unangetastet bleiben, hat er durch die Affäre doch bewiesen, dass er für die politische Karriere mehr als qualifiziert ist: Er hat den Willen und die Fähigkeit ganz Deutschland ein X für ein U vorzumachen, selbst wenn seine gesamte Umwelt überzeugend das Gegenteil beweisen kann. Er kann kunstvoll die Medien einspannen, im direkten Umgang selbst aber einen amateurhaften, ja beinahe mitleiderregenden Eindruck vermitteln, damit Ersteres dem beiläufigen Zuschauer nicht all zu offenbar wird. Und er hat, ganz offensichtlich, außer der politischen Tätigkeit sonst keine Karriere in Aussicht, ja in diesem speziellen Fall nicht einmal nötig, gehört er doch in jeder Hinsicht zu den oberen Zehntausend, wirkt aber wie vom Olymp hinabgestiegen und dem Volke zugehörig.
Viel bedenklicher für mich aber ist, dass eine mehr als fragwürdige Arbeit offenbar alle Kontrollmechanismen einer Uni problemlos passiert hat, immerhin hat zu Guttenberg nicht nur einfach bestanden sondern sogar ein “summa cum laude” abgegriffen. Da muss man zurecht der Universität Vorwürfe machen. Die wiederum ist noch so dreist, sich nicht einmal zu bemühen den Sachverhalt vollends zu klären, man habe den Doktortitel aberkannt, weil der Freiherr Fehler eingeräumt habe. Also nicht etwa, weil man sie ihm nachgewiesen hat. Das hat man auch nicht mehr vor. So ist, schon fast im Baudrillardschen Sinn, eine Wirklichkeit auf Basis einer durch die Medien (mittels Vermutung) konstruierten Wirklichkeit geschaffen worden, deren tatsächlicher Ursprung und Verknüpfung mit den Tatsachen unbekannt bleibt.
Die Konsequenz aus diesem Nicht-Ereignis sollte vielleicht ein subtraktives akademisches System sein, dass jedem zunächst einen Doktortitel auf Probe verleiht und nur bei Verstößen gegen den wissenschaftlichen Kodex sukzessive Titel aberkennt. Auch den Medien muss man hier Vorwürfe machen, Sie haben hier ihre Rolle mehr als mangelhaft wahrgenommen und nicht wirklich dazu beigetragen, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Im Fall der Bild kann man sogar feststellen (und der gestrige Presseclub mit dem Bams-Chefredakteur machte dies sehr deutlich), dass der Vorfall sogar konsequent verharmlost und der Freiherr als Opfer porträtiert wird. Alles in allem zeichnet sich sehr deutlich das Bild einer Gesellschaft ab, die zwar alles kann aber auch alles nur mit dem halben Arsch macht.
Gute Idee! So’n Scheiss…
In diesem Zusammenhang möchte ich noch auf eine Nachricht hinweisen, die vielleicht etwas im Taumel untergegangen ist: In Nordrhein-Westfalen (größtes Bundesland) hat man (nach Hessen und dem Saarland) kurzerhand die Studiengebühren wieder abgeschafft. Fast schon befremdlich, wie man die Korrektur eines unsinnigen Ausflugs auch noch als Fortschritt verkaufen will, allerdings zeigt sich hier sicher ein Trend. Traurig ist eigentlich nur, dass die Politik offenbar nicht in der Lage war, eine dumme Idee schon im Gesetzgebungsverfahren als solche zu erkennen, Proteste gab’s ja doch genug.
In weiteren Neuigkeiten haben die Roten in Hamburg die Wahl gewonnen, weil der Wähler, der schon seit Jahrzehnten gemütlich hin und her pendelt, dass so entschieden hat. Ich wage zu prophezeien, dass daraus keine weitreichenden Änderungen resultieren, aber was tut man nicht alles um das politische Desinteresse der breiten Bevölkerung zu überdecken. Während südlich des Mittelmeeres derzeit scheinbar die demokratischen Phasen einiger Länder beginnen könnten, scheint der Trend ja bei uns weitestgehend vorbei zu sein, man wartet nur noch auf das Nachfolgesystem. Hat bestimmt irgendwas mit dem Internet zu tun.
Und schlussendlich noch eine Gratulation an Judith Holofernes von “Wir sind Helden“, die mit ihrer scharfen Beobachtung zur Anzeigenkampagne der Bild und der Ablehnung zur Mitarbeit an eben jener der einzige Lichtblick der letzten Woche waren. Nachrichtentechnisch.
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- German defence minister stripped of doctorate for plagiarism (guardian.co.uk)
- Karl-Theodor zu Guttenberg stripped of PhD after admitting plagiarism (telegraph.co.uk)
- The Multitasking Minister ~Why Guttenberg Failed (powerofslow.wordpress.com)
Meinungsmontag Film: ElekTRONisches Erbe und Klassengesellschaft
by yodahome on Feb.14, 2011, under Filme, Meinungen
Wer heute ins Kino geht, ist Computergrafiken mehr als gewöhnt. Dinosaurier, Monster, Aliens, fehlende oder zusätzliche Gliedmaßen, Naturgewalten, gar ganze Welten kommen heute direkt aus dem Rechner auf die Leinwand. Die Technik entwickelt sich weiter, aber als die große Novität kann man das längst nicht mehr betrachten.
Ein Jahr vor meiner Geburt sah das noch ganz anders aus. Krieg der Sterne war der Film, der zwar bis dato unbekannte neue Bilder zeigte, die waren aber alle noch mit der Hand durch Miniaturen und Stop-Motion-Technik erzeugt worden. Computer steuerten hier allenfalls die Motion-Control Kameras. Einer der ersten Filme mit am Computer erzeugten Szenen war Tron. Die Story ist schnell erzählt: Der Programmierer Kevin Flynn (Jeff Bridges) will beweisen, dass ihm mehrere seiner Computerspiele vom ehemaligen Kollegen Dillinger gestohlen wurden, der daraufhin befördert wurde. Dazu hackt er sich in das Computersystem der Firma ENCOM, welches von künstlichen Intelligenz MCP geschützt wird. Bei einem Versuch mit Unterstützung der Mitarbeiter Alan Bradley (Bruce Boxleitner) und Lora Baines (Cindy Morgan) wird Flynn mittels Laser digitalisiert und ins Computersystem befördert. Dort leben die Programme, die alle ihren Schöpfern ähnlich sehen, unter der strengen Herrschaft des MCP und dem Commander Sark. Programme, die sich widersetzen, müssen in Gladiatorenkämpfen um ihre Existenz bangen. Hier trifft Flynn auf das Sicherheitsprogramm TRON, beide flüchten während eines Spieles mit den “Lightcycles”. Letztendlich kämpfen beide gegen Sark und befreien die Programme der virtuellen Welt, Flynn gelangt in die Realität zurück, kann den Programmdiebstahl beweisen und wird CEO von ENCOM.
Spulen wir die Zeit 28 Jahre vor, wir haben die Dinosaurier, Aliens etc. gesehen, allgegenwärtige Computer und Computerwelten. Wo haben wir unsere Helden verlassen? In Tron Legacy erfahren wir, dass Kevin Flynn einen Sohn hervorbrachte und ansonsten an der Revolutionierung der virtuellen Welt arbeitete. Woran genau erfährt man erstmal nicht, denn Schöpfer und Schöpfung sind seit vielen Jahren verschwunden, seine Firma ENCOM haben Manager übernommen. Sam (Garrett Hedlund) ist zwar Eigentümer der Firma, aber daran eher uninteressiert. Er hat offenbar nie verwunden, dass sein Vater ihn einfach im Stich ließ. Als Alan (Bruce Boxleitner) einen Anruf aus der alten Spielhalle erhält, überzeugt er Sam sich dort umzusehen. Wenig überraschend findet er dort ein geheimes Büro inklusive Computer vor und wird mittels Laser in die virtuelle Computerwelt digitalisiert. Hier regiert ein Abbild seines Vater, ein Programm namen Clu (Codified Likeness Utitility, ein virtuell verjüngter Jeff Bridges) und die Geschichte scheint sich zu wiederholen: Sam wird gefangen genommen und zu den Spielen geschickt. Als Clu seiner Anwesenheit gewahr wird, versucht er ihn zu vernichten. Mit Unterstützung von Quorra (die hinreißende Olivia Wilde) kann er flüchten und begegnet letztlich seinem Vater (zeitgenössischer Jeff Bridges), der in dieser Welt bislang gefangen war. Als Sam sich allein aufmacht, um wieder in die Realität zurückzukehren entschließt sich Kevin, der sich all die Jahre erfolgreich aus dem Einflussbereich Clus entzogen hat – aus Gründe, die an dieser Stelle nicht gespoilert werden – Sam zu Hilfe zu eilen und dem Programm Clu, dass er selbst erschaffen hat, entgegen zu treten.
Man sollte vorausschicken: Die Story war und ist nicht die Stärke der Tron-Filme. Die visuelle Aufmachung von Tron Legacy ist aber absolut im 21. Jahrhundert angekommen. Alle bekannte Elemente des ersten Filmes wurden liebe- und sinnvoll modernisiert, vor allem in 3D kommt das toll zur Geltung. Die Geschichte des zweiten Teils mag etwas komplexer sein, verkauft wird sie aber wie schon 1982 durch die tollen Darsteller und die überragende visuelle Erfahrung. Darum ist ein solider Film entstanden, der einerseits eine würdige Fortsetzung ist und andererseits als einer der wenigen Filme, die eine Visualisierung der digitalen Welt versuchen, hier eine tolle Leistung abliefert. Ebenso fetzig ist die abwechslungsreiche Musik des Filmes von Elektroduo Daft Punk. Mir persönlich bekannt seit dem Animemusical Interstella 5555 passt die Mischung aus C64-Sound und klassischem Orchester wie der Diskus in die Schnittstelle. Für Fans sollte der Kinobesuch eine Selbstverständlichkeit sein, für Freunde des 3D Kinos und visueller Vollendung empfiehlt er sich ebenfalls. Like!
Und einer auf DVD
Als Kontrastprogramm kann ich auch noch was anbieten, der Film heißt “Die Klasse” und ist ein Spielfilm im Dokumentarstil von Laurent Cantet. Wir begleiten den Lehrer François Marin durch sein Schuljahr und begegnen gleich zu Beginn seiner illustren Klasse von gewöhnlichen Jugendlichen eines Pariser Arondissements mit hohem Migrantenanteil. Da gibt es Wei aus China, der ein äußerst vorbildlicher Schüler ist, aber auch Souleymane, der regelmäßig die Schule schwänzt, die französische Nationalität ablehnt und den Koran zitiert. Esmeralda ist vorlaut und diskutiert gern, Carl ist gerade von einer anderen Schule verwiesen worden und kommt neu in die Klasse. Sie alle machen es dem Lehrer alles andere als leicht.
Der Film zeigt die Konflikte und Lösungsversuche, die nicht nur der Mischung unterschiedlicher Nationalitäten sondern eben auch ganz simpel der Pubertät entstammen. Lehrer Marin versucht dabei offen zu sein, die Regeln lose zu handhaben und Verbote nicht mit eiserner Hand durchzuboxen. Das funktioniert leidlich gut, teilweise bekommt er selbst zu Problemschülern wie Souleymane einen Draht, dann wieder droht alles aus dem Ruder zu laufen. Wir erleben, wie schwierig die Gespräche mit den Eltern sein können und wie die Lehrer untereinander und mit ihren Schülern um jeden kleinen Erfolg ringen oder daran zugrunde gehen. Obwohl der Filme eine lose Narration hat und auch auf einem Roman von François Bégaudeau basiert, ließ man viel Platz für Improvisation. Auch die Laiendarsteller tragen viel zum Realismus bei, so dass dem Film eine hohe Glaubwürdigkeit anhängt.
Dieser Film sollte “Pflichtlektüre” für alle angehenden Lehrer sein und auch für Eltern, die Schwierigkeiten haben, die Leistung heutiger Lehrer zu wertschätzen. Nicht ohne Grund wurde er 2008 in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet und war für den Oscar als ausländischer Film nominiert. Überaus empfehlenswert!
HD+ oder warum DRM immer noch nicht funktioniert
by yodahome on Jan.29, 2011, under Meinungen, Politik

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Die Menschheit (abstrakter Begriff für Spezies) hat sich über die Jahrtausende ja durchaus beeindruckend weiterentwickelt, im Detail muss man jedoch feststellen, dass die Menschen (Summe aus Individuen) sich wiederholt als ebenso beeindruckend lernresistent erwiesen haben. Es gibt immer wieder Legenden, Mythen, Halbwahrheiten oder widerlegte Fakten, die sich über Jahre, Jahrzehnte oder Jahrhunderte am Leben erhalten und trotz besseren Wissens nicht tot zu kriegen sind.
In den Führungsetagen der großen Medienunternehmen halten sich zwei Mythen scheinbar seit mehr als einem Jahrzehnt mit Vehemenz:
- “Piracy” oder Raubkopieren – also das Verbreiten digitaler Medien ohne Berücksichtigung des Urheberrechts – ist ein – wenn nicht gar DAS – Problem für die Monetarisierung von “Content” (abstrakter Begriff für Medienprodukte, die man verkaufen will)
- “Digitales Rechtemanagement” (kurz DRM) ist eine wirkungsvolle Waffe gegen “Piracy”, weil sie dem Rechteinhaber weitgehend die Kontrolle über seinen Content ermöglicht und verhindert, dass illegal getauscht wird
Es gibt zahlreiche gute und kluge Darlegungen, warum beides in der Tat Mythen sind (z.B. hier, hier, hier und hier). Darum nur eine kurze Zusammenfassung:
- Es gibt kaum verlässliche Erhebungen zum Raubkopieren, oft wird der Schaden einfach mit Raubkopien x Einzelpreis = Schaden berechnet. Dabei ist höchst zweifelhaft, ob jede verhinderte Raubkopie zu einem legalen Verkauf führen würde. Das relativiert jegliche Angaben zum entstandenen Schaden. Durchaus entstehender Nutzen (z.B. in Form von Aufmerksamkeit und erhöhter Verbreitung z.B. in Märkte, die sonst gar nicht erreicht werden könnten) wird großzügig ausgeblendet.
- Raubkopieren wird mit Stehlen gleichgesetzt – obwohl tatsächlich ja nicht ein Objekt jemandem entwendet wird (es entsteht nur eine Kopie) und lediglich verhindert wird, dass jemand sein Geld dafür bekommt. Dass kann man verwerflich finden, aber ja noch lange nicht Stehlen nennen. Oder?
- DRM ist immer ein technisches System, das per Definition nie unverletzlich sein kann (weil z.B. immer ein Schlüssel in der Öffentlichkeit landet, man also die Geheimsoße nie geheim halten kann). Diese Systeme werden immer umgangen werden können. Schnell, einfach, endkundenfreundlich meist noch vor Veröffentlichung.
- DRM verhindert das Tauschen und Verleihen. Große Sache? Ganz große Sache! Wenn ihr überlegt, welche Musik, Filme, Bücher etc. ihr mögt und warum, werdet ihr meist darauf stoßen, dass ihr über Freunde, Bekannte etc. darauf gestoßen seid. Tonband, Mixtapes, Mix-CDs, Bücherverleih usw. sind für Kultur essentiell. Das gilt auch für digitale Medien, wenn sie als Kulturtechnik genutzt werden wollen. Und noch nie zuvor war es einfacher zu tauschen, kopieren und vervielfältigen.
- Viele Medienunternehmen haben den digitalen Trend verschlafen und vertuschen ihre Unfähigkeit zur Kundenorientierung jetzt, indem sie die verlorene Kundschaft kriminalisieren, die einfach zum besseren Anbieter abgewandert ist. Vor iTunes und musicload (mit freien MP3s) war nun mal nur Kazaa, Napster oder “The Pirate Bay”.
- Oft wird argumentiert, kostenloses Kopieren schade dem Künstler, Autoren etc. Monetär ist das möglich, aber auch nicht sicher und quantifizierbar (siehe ersten Stichpunkt). Was die Verbreitung angeht, so sollte jeder Hersteller daran interessiert sein, eine möglichst hohe zu erreichen. Das ist auf dem digitalen Wege und mit angemessen niedrigen Preisen natürlich viel eher möglich. Wie die Musikindustrie gezeigt hat.
Die Unverbesserlichen
Einige Medienunternehmen haben die Sache schon durchschaut. So wird Musik schon lange ‘ungeschützt’ z.B. bei Amazon, musicload und iTunes angeboten. Bei Filmen sieht es noch schlecht aus, die großen E-Buch-Anbieter nutzen mächtige DRM-Systeme, die sogar das nachträgliche Löschen gekaufter Bücher ermöglichen. Und die Fernsehlandschaft hat aus dem Versagen der anderen auch nichts gelernt. Ihr Wundermittel heißt CI+ oder – wie gerade prominent von den deutschen Privatsendern präsentiert - HD+.
Die Bezeichnung suggeriert ein ‘mehr’ für den Konsumenten, tatsächlich sind die +-Systeme nichts anderes als DRM und damit lediglich für all die interessant, die in der Verwertungskette vor dem Endkunden kommen. Ich spare mir die umständliche Erklärung, was HD+ im Einzelnen alles zu tun vermag und platziere stattdessen ein populäres YouTube-Video zum Thema.
Nicht nur, dass man also mit HD+ an der Nutzung des Fernsehsignals im vollen technischen Umfang seiner Ausrüstung gehindert wird (z.B. TimeShift), man soll ein schon durch Werbung finanziertes Programm und dessen Bearbeitung mit DRM (was sicher auch Geld kostet) auch noch selbst bezahlen. Hmm.
Nun, wir wollen den unbelehrbaren Executives nicht den Versuch verwehren, immerhin hat man sich sogar mittels der scharfen Argumente von Sonya Kraus redlich bemüht, nicht auf diese Nachteile hinzuweisen. Es steht außerdem jedem Nutzer frei, das Angebot unter Berücksichtigung aller Fakten zu beurteilen und trotzdem für gut zu befinden. Dafür muss er aber alle Fakten kennen und kennen können. Den Kunden daran zu hindern ist das eigentlich Verwerfliche. Und hier sind Astra, RTL, ProSiebenSat1 etc. nicht allein, denn um hier keinen falschen Eindruck zu vermitteln: Apple, Microsoft, Sony, Nintendo, Valve, Amazon und viele mehr nutzen DRM in ihren digitalen Vertriebssystemen. Sie mögen es anders nennen, trotzdem bleibt es DRM und eine Tatsache.
Tatsache ist aber auch, dass es nicht funktioniert, aus all den oben genannten und anderen Gründen. Was die Anbieter aber erreichen ist ein Generation von Mediennutzern heranzuziehen, die verstanden hat, dass es kein Problem ist, wenn man Inhalte, die man nutzen möchte, nicht legal zur Nutzung in vollem Umfang erwerben kann, weil es immer illegale Anbieter geben wird, die in die Bresche springen. Torrents von The Pirate Bay sind illegal, aber das einzige, was einem vordigitalen Produkt, das man frei nutzen, mitnehmen, tauschen oder verkaufen konnte ohne seine Identität nachzuweisen, annähernd nahe kommt. Zur weithin diagnostizierten Politikverdrossenheit gesellt sich so langsam eine Verdrossenheit gegenüber der traditionellen Medienindustrie. Und jeder anderen Industrie, wenn man kurz über den Tellerrand auf die regelmäßig auftretenden Probleme bei Nahrungsmitteln blicken möchte. Mangelnde Transparenz führt zu einemImageverlust, den sich eigentlich keine Firma leisten kann, wenn man dem Zittern und Zähneklappern Glauben schenken darf.
Was die Medienindustrie möglicherweise noch retten könnte, wäre die bedingungslose Akzeptanz der digitalen Plattform, die keinen Unterschied zwischen Original und Kopie kennt, keine nach Ländern oder Kontinenten gestaffelten Veröffentlichungsdaten, keine Bindung an Geräte, Software, Nutzer oder Ökosystem und keine sinnlosen juristischen Barrieren.
In vielleicht nicht mal 15 Jahren werden alle herzlich über die heutigen DRM-Scharmützel lachen, während sie fröhlich ihre Lieblingsserien, -filme, -spiele und -bücher aufzeichnen oder herunterladen, remixen und miteinander teilen während gleichzeitig kein Urheber, der gute Inhalte produziert, am Hungertuch nagen muss. Und sie werden es nicht “Piracy” oder Raubkopieren nennen, sondern schlicht Kultur.
Related articles
- Libraries Say ‘No DRM’; Springer Agrees (publishersweekly.com)
- Open question: How is your publishing organization addressing DRM? (radar.oreilly.com)
- Ubisoft’s New DRM: Vuvuzelas (techdirt.com)
- A better way to get rid of Kindle DRM (boingboing.net)
- With tools like these, DRM won’t stop pirates or anyone else (radar.oreilly.com)
- DRM removal kits – Kindle, Nook, .. (i-programmer.info)
- Intel Claims DRM’d Chip Is Not DRM, It’s Just Copy Protection (techdirt.com)
Werteverfall 2010 – Ein Rückblick
by yodahome on Dez.30, 2010, under Allgemein / Generic, Meinungen

- Image by tm-md via Flickr
Nun ja, er wird überall schon seit Jahren beklagt und auch 2010 war dominiert vom bösen Werteverfall. Fangen wir zunächst mit ein paar eigenen Werten dieses Blogs an:
2009 veröffentlichte Artikel: 68 mit insgesamt 26509 Wörtern
2010 veröffentlichte Artikel: 29 mit insgesammt 23394 Wörtern
Wie man klar erkennen kann, sind diese Werte 2010 unheimlich verfallen, wenngleich offenbar der Umfang des einzelnen Artikeln stark gewachsen ist. Außerdem habe ich 2010 viele Infos, die ich vormals noch auf dem Blog gepostet hätte, in andere soziale Medien wie Twitter und Facebook überführt. Oder quasi verschenkt. Denn der Erfolg eben dieser Dienste hängt ja maßgeblich von dem ab, was der individuelle User bereit ist an Daten zu investieren. Was die dann damit machen, ist zumindest unsicher. Man tauscht also das Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Nur was man als Gegenleistung bekommt ist irgendwie unklar. Ein klarer Werteverfall.
Besonders stark habe ich, wie viele andere wohl, Twitter frequentiert. Das zeigt zumindest die grafische Auswertung. Womit wir auch schon beim zweiten Werteverfall wären, dem der Daten. Wir alle verursachen immer mehr davon und schon allein darum verfällt ihr Wert, denn wer soll das alles noch konsumieren?Besonders viele Daten erzeugt offenbar die amerikanische Bürokratie und größere Teile davon wurden in diesem Jahr von Wikileaks der Allgemeinheit zugänglich gemacht. Für umsonst. Damit ist außerdem ein weiterer Werteverfall dokumentiert, der sich seit einigen Jahren immer stärker fortsetzt: Die Idee der Freiheit scheint heute auch kaum noch etwas Wert zu sein. Was aber auch daran liegen kann, dass jeder davon eine andere Vorstellung hat. Ubisoft meinte, der Kunde sollte nicht so frei sein, seine Spiele überall und ohne Internetverbindung spielen zu dürfen. Google meinte, jeder sollte im Netz so frei sein dürfen, sich Häuser und Straßen anzugucken, Bürger meinten wiederum, dass würde sie in ihrer Freiheit einschränken, nackt im Garten zu liegen. Und hier im Blog wurde dem Trend folgend darum der unregelmäßige Meinungsmontag einberufen, der sich bisher ganz gut gehalten hat.
Richtig massiven Devisenwerteverfall hatte man uns mit der virtuellen Finanzkrise einreden wollen, gefolgt von “German Angst” Nummer 2, einer Wirtschaftskrise. Tatsächlich stellte sich raus, war der Schaden nicht ganz so groß und während zu Beginn der Krise alle von nichts gewusst haben wollen, tätschelten sich in diesem Jahr Politiker und Wirtschaftswaisen gegenseitig lobend die Backen. Und alle, die sich vorher die Taschen gefüllt haben, sind längst wieder kräftig dabei. Es geht aufwärts. Und scheinbar haben alle genug Kohle, denn zu Weihnachten wurde anstelle der doofen Bescheiden- und Besinnlichkeit wieder kräftig Kasse gemacht.
Der geneigte Leser sei nun aufgefordert noch mehr Anzeichen des Werteverfalls zu sammeln, wenn man beispielsweise in die Politik, Wirtschaft oder Kultur blickt, sollte einem dies nicht all zu schwer fallen. Die Kommentare oder auch die diversen sozialen Medien für Rückmeldung zur Verfügung.
In diesem wieder recht kurzen Bloggerjahr hat sich erneut gezeigt, dass kontinuierliches Veröffentlichen sinnloser Inhalte letztendlich keinem nützt. Aber auch keinem schadet. Und so möchte ich schließen mit dem wohl weisesten Satzdes Jahres aus dem aktuellen Werk des Ben Folds, einer Zeile aus dessen Song “Working Day”, die eine tiefgreifende Wahrheit – beinahe ein universelles Web 2.0-Mantra – in sich trägt:
“Some guy on the net thinks I suck and he should know.
He’s got his own blog”
Oh, und Frohes Neues!
Frohe Weihnachten! (2010 Edition)
by yodahome on Dez.24, 2010, under Allgemein / Generic
Allen regelmäßigen und unregelmäßigen Leserinnen und Lesern dieses mehr als durchschnittlichen Blogs wünsche ich ein frohes Weihnachtfest (bitte gegebenenfalls mit vergleichbarer Festivität eures Kulturkreises ersetzen) sowie einen guten Rutsch ins Jahr 2010 (ebenfalls ersetzen, falls ihr einem anderen als dem gregorianischen Kalender folgt). Anbei gibt es wieder einen fröhlich collagierten Gruß aus dem mächtig verschneiten Magdeburg.
Falls die weihnachtliche Stimmung musikalisch noch nicht so aufgekommen sein sollte, hier mein Lieblingsweihnachtslied für 2010 von Coldplay.
Jugendmedienschutzstaatsvertragsschiss
by yodahome on Dez.01, 2010, under Meinungen
… muss man wohl nennen, was derzeit durch die Blogosphäre geistert. Scheinbar glauben viele Blogger, durch die wohl so gut wie beschlossene Novellierung des Jugendmedienschutzgesetzes, dass auch Schutzmechanismen für’s Web vorsieht, würde ihrem Bloggerdasein eine neue Hürde vorgesetzt. Einige Blogger haben gar schon angekündigt des Bloggens zu entsagen. Ich bin – mal wieder – hocherstaunt über die Panikmache, die ja schon fast an die der Terrorwarnung erinnert.
Kleiner Auszug aus der FAQ der FSM zum JMStV:
► Bin ich nach dem neuen JMStV verpflichtet, mein Angebot zu kennzeichnen?
Nein. Grundsätzlich gilt: Inhalte können im Internet frei angeboten werden, ohne dass der Anbieter aus jugendschutzrechtlicher Sicht aktiv werden muss.
Von diesem Grundsatz gibt es zwei Ausnahmen:
- Inhalte, die nur für Nutzer ab 12 Jahren geeignet sind und nicht von Inhalten, die für jüngere Kinder bestimmt sind, getrennt gehalten werden
- Inhalte, die nur für Nutzer ab 16 oder 18 Jahren geeignet sind.
Sollte eine der Ausnahmen auf Ihr Angebot zutreffen, sind Sie auch schon bisher dazu verpflichtet, eine der folgenden Maßnahmen zu ergreifen um die gesetzliche Handlungspflichten zur gesetzeskonformen Ausgestaltung zu erfüllen:
- Nutzung von Sendezeitbegrenzungen
- Vorschalten technischer oder sonstiger Mittel
- das Programmieren für ein Jugendschutzprogramm, also die Altersklassifizierung, ist nach dem neuen JMStV ein Unterfall von dieser Möglichkeit, vgl. § 5 Abs. 5 Nr. 1, § 11 Abs. 1 JMStV-2011 (Hervorhebung übernommen)
- das Programmieren für ein Jugendschutzprogramm, also die Altersklassifizierung, ist nach dem neuen JMStV ein Unterfall von dieser Möglichkeit, vgl. § 5 Abs. 5 Nr. 1, § 11 Abs. 1 JMStV-2011 (Hervorhebung übernommen)

- Image via Wikipedia
Hmm, es geht also um eine freiwillige Kennzeichnung, außer in den genannten Punkten. Die treffen aber offensichtlich eh schon heute zu, weshalb ich mal glaube, dass es die allermeisten Websites nicht betrifft. Insbesondere sollte man mal überlegen, was einen problematischen Inhalt auf einem Blog darstellt, der ja primär aus Text besteht. Bei pornografischen Bildern oder Filmen ist das schon klar, aber wie viele Texte auf populären Blogs würde man denn da ernsthaft inkludieren? Man beachte, dass es keine Alterskennzeichnung von Büchern in Deutschland gibt (oder?). Wenn ich also umfangreiche Ejakulationsgeschichten oder blutige Gewaltakte detailliert auf Papier beschreiben darf (sogar mit Bild, siehe Kick-Ass), dann muss das ja wohl auch für digitale Texte gelten. Insofern mache ich mir um meine Texte gar keine Sorgen.
Außerdem muss seitens des Nutzers eine Software installiert sein, die eine gegebenenfalls vorhandene Jugendschutzmarkierung auslesen und die Seite dann entsprechend sperren kann. Sonst hätte ich mich eventuell beklagt, dass hier wieder eine neue Form der Zensur durchgedrückt werden soll. Aber so sieht’s für mich nicht aus, oder? Zumindest noch nicht. (Hey, soviel Pessimismus muss erlaubt sein.)
Die Sache mit den Sendezeiten taucht oft auf, da wird auch viel Schwachsinn angenommen. Praktisch angewendet wird oder wurde das ja wohl schon bei Diensten wie NightClub (Fickfilme runterladen) und allein in diesem Bereich macht das auch Sinn. Nochmal: Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, was man auf einem Blog texten oder fotofieren müßte, damit jemand verlangt, dass man das nur nachts online hält. ICH BITTE UM BEISPIELE!
Da gibt es nun also obskure Blogs wie VZlog oder schockwellenreiter.de, die meinen ihnen entstünden durch das neue Gesetz irgendwelche neuen Aufgaben, technischer oder administrativer Art. Basierend auf der FAQ und einem zugegebenermaßen kurzen Überfliegen des Gesetzestextes, kann ich dafür keinen Anlass erkennen: Die Blogs richten sich imho nicht gezielt an Jugendliche unter 12 Jahren und haben keine Inhalte, die ich in ab 16 oder 18 einordnen würde. (Brüste? Bitte, da sind im Zeitschriftladen ja wohl Massen zu finden. Keine Kennzeichnung.) So WTF??
Möglicherweise bin ja heute einfach nur sehr ignorant, aber ich glaube, langsam werden hier in Deutschland alle ein bissl gewohnheitsparanoid. Nur so zum Spass, damit man dazu gehören kann. Ich bitte um Aufklärung und hiermit formal um Spinneramnesie. Wo bitte kann ich meinen Jagdschein abholen???
Google Streetview Aufreger, Inception (UPDATE)
by yodahome on Aug.15, 2010, under Allgemein / Generic, Meinungen
Tach, last things first, einen sehr schönen Blogpost über den phänomenalen Film “Inception” von Christopher Nolan findet ihr im ‘Moosbett’ bei Medienbildnerkollege Hartig. In der Tat ist der Beitrag so gut, dass ich mir einfach einen eigenen gespart habe.
Ich hab’ in den Comments auch gesagt, was ich zu nolan hatte, von daher: Thema beendet.

- Image via Wikipedia
Gestern früh musste ich den Artikel zu Google-Streetview in der *pfui* Bild sehen, der im Grunde aus Statements von mehr oder weniger (oder gar nicht) prominenten Menschen bestand, und zwar sowohl als Aufmacher auf dem Titel als auch hinten drin zur Rahmung des dürftigen Artikels, den man schon was als Aufruf zum Widerspruch fehlinterpretieren könnte. (continue reading…)









