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Tag: media

MM: Huch, ein E-Buch – Zeit wird’s, oder?

by on Jan.16, 2012, under Bücher, Meinungen

Bio-Bücher

Image by NiceBastard via Flickr

Was? Is’ schon 2012? Das 21. Jahrhundert? Shit!

Mir scheint, dass jeder “der Zukunft zugewandt” ist, solange sie noch weit entfernt ist. Wenn die Zukunft plötzlich zur Gegenwart zu werden droht, dann wird’s spannend.
Dieser Beitrag am Meinungsmontag dreht sich um das E-Buch. Ich bin seit Weihnachten Besitzer von Amazons Lesegerät “Kindle”. Zuvor hatten einige Verwandte inklusive meiner Eltern sich mit dieser Sorte Gerät (Kindle, iPad, Motorola Xoom) versorgt, was für mich immer ein untrügliches Zeichen ist, dass es Zeit wird, sich mit einem Trend zu beschäftigen.

Ich werd’ jetzt zwangläufig (schon wieder) auch die Medienkonzerne schelten. Die meisten verstehen es (immer noch) nicht. Mir ist klar, dass es schmerzt etablierte Strukturen schwinden zu sehen und sich mit neuen anzufreunden. Immerhin, dass ist im Grunde ein Teil der Prozesse, die wir als Bildung bezeichnen. Dass das Medium Buch (und seine Produzenten), als Inbegriff eines überholten, ja geradezu vormodernen bürgerlichen Bildungsbegriffs, Probleme hat, sich in die Zukunft transferieren zu lassen, ist insofern schon eine beachtenswerte Ironie. Aber das Buch bringt, im Gegensatz zu anderen Medienformen, auch eine lange Kultur mit sich, die sich über hunderte von Jahren entwickelt hat. Eine Kultur, die als Fundament gelten kann, für vieles, was heute unsere Gesellschaft ausmacht, für die Informationsgesellschaft, die Wissengesellschaft, die Mediengesellschaft (was immer man im Detail darunter verstehen mag).

Das E-Buch hat Probleme und zwar ganz gewaltige, weil wir alle einen Habitus im Umgang mit Büchern entwickelt haben (aka Kulturtechnik) und den gerne übernehmen würden und auch müssen, wollen wir die Kultur dabei erhalten. Das ist in der digitalen Revolution immer schwierig, aber da die Möglichkeiten im Grunde technisch nicht begrenzt sind, erwartet man natürlich von einem ‘Upgrade’ (also vom Buch zum E-Buch) nicht, dass man sich verschlechtert.

Bücher lesen

various e-book readers. From right to left iPa...

Image via Wikipedia

Ein normales Buch kaufe ich und lese es, wie wo wann ich will. Man muss es halt mitnehmen. Mit dem E-Buch gibt es (schon wieder) den K(r)ampf der Lesegeräte und Formate. Beispiel: Apple setzt auf .epub und Bücher, die ich im Apple Buchladen kaufe, kann ich nur auf i-Geräten lesen. Das ist ja leider typisch, allerdings hat Apple auch die beste Präsentation und das Gerät ist zwar sauteuer, kann aber dafür eben nicht nur Bücher lesen. Wer sehen will, was man in E-Büchern alles machen könnte, schaue sich einfach mal das kostenlose “Yellow Submarine”-Buch an. Schon geil, oder? Amazon nutzt in seinen Kindle-Geräten das .mobi Format, mit weiteren Funktionen als .amz getarnt.
Sofort wird klar, dass die Kulturtechnik des Lesens hier komplexer statt einfacher wird, setzt sie doch schlimmstenfalls eine beachtliche Technikkompetenz vorraus, die man vorher nicht benötigte. Besonders im Detail gibt es Probleme, die es nicht geben müßte. Warum nicht alle Formate unterstützen?

Der Elefant im Raum ist natürlich DRM, dass hatte ich schon mal thematisiert. Alle großen Anbieter bauen DRM in ihre kommerziellen E-Bücher ein, nur wenige Autoren (oder Verlage) wehren sich dagegen. Viele Möglichkeiten mit und über Bücher zu interagieren sind damit schon mal vom Tisch. Das ist natürlich soo was von “1984″. 

Bücher tauschen

Geht bei Apple ja schon mal gar nicht. Bei Amazon soll es möglich sein, Bücher für zwei Wochen an andere Kindle-Nutzer zu verleihen, währenddessen steht das Buch in der eigenen Bibliothek nicht(!) zur Verfügung. Immerhin ähnlich wie mit echten Büchern. Außerdem entscheiden die Verlage, ob die Option freigeschaltet ist, daher scheint es noch nicht sonderlich verbreitet zu sein. WTF? Im Google Ebookstore scheint das derzeit auch keine Option zu sein. Bei freien Büchern (z.B. gemeinfreie Werke) kann man die Dateien natürlich einfach weitergeben. Sowohl beim iPad als auch beim Kindle kann man per USB (bei Apple natürlich nur per iTunes) freie E-Bücher auf die Geräte kopieren. Dafür fallen aber meist die Sync-Features weg, die bei gekauften Büchern vorhanden sind (die aktuell gelesene Seite z.B. aktualisiert sich nicht über mehrere Geräte). Amazon bietet darüberhinaus auch Lesesoftware für Windows und Mac sowie Apps für Android und i-Geräte an. Da kann man seine Bücher also potentiell auch ohne Kindle lesen. Ein unersetzliches Tool für den freien E-Buch-Leser ist die Software Calibre, mit der man seine E-Bibliothek verwalten, konvertieren und mit unterschiedlichen Werkzeugen  auf nahezu alle Lesegeräte überspielen kann.

Professionelle Nutzung

Die meisten Lesegeräte sollen personalisiert sein, d.h. sie sind an einen (und genau einen)  Nutzeraccount bei Apple, Amazon etc. gebunden. Im professionellen Kontext stell’ ich mir das schnell schwierig vor, weil man entweder einen Gruppenaccount hat oder jeder individuell einen eigenen, dann kann man aber eben nicht tauschen bzw. ein Buch für alle anschaffen (außer man kauft es x-mal). Ebenso sieht’s mit persönlichen Dokumenten aus, die müsste man dann manuell aufs Gerät tun (alle Geräte unterstützen PDF, was aber abhängig vom Bildschirm auch suboptimal sein kann) oder eben über Gruppenaccounts teilen. Alles irgendwie unnötig umständlich im 21. Jahrhundert. Ich will Star Trek-Feeling, wo ich mit jedem verdammten PADD auf den Schiffscomputer zugreifen und Faust lesen kann. Machen Sie es so!

Benjamin Jörissen weist auch auf gänzlich undigitale Probleme bei der Abrechnung hin. Als Selbstständiger oder Professioneller,der viel beruflich liest/lesen muss, ist das sicherlich ein Problem. Dazu kommt, dass man wie so oft mit digitalen Medien, lediglich eine Lizenz mit dem eingeschränkten Recht zum Lesen erwirbt, nicht etwa das Buch oder gar die 367 kb an Nullen und Einsen, die man zur Vertragserfüllung erhält. Anders also als mit den Büchern im Regal, kann so ein digitales Buch mal ganz schnell wieder weg sein. Oder die Bedingungen stillschweigend geändert werden. Und der Inhalt womöglich auch?

Andere wünschenswerte Szenarien wie E-Bücher an Kindergärten, Schulen, Jugendclubs oder Hochschulen scheinen mir da auch erstmal stark eingeschränkt. Toll wär’s doch, wenn die Schulbücher als E-Buch inkl. Leih-Lesegerät an Schüler gelangen könnten. Ich war in der Grundschule das erste Mal mit der ganzen Klasse in der Stadtteilbibliothek, daraufhin war ich viele Jahre Mitglied und regelmäßig dort. Aufgrund von allgemeinen Einsparungen hätte ich diese Möglichkeit heute nicht mehr. Wäre es nicht super, auch Kinder in abgelegenen Ortschaften oder Stadtteilen mit allen Büchern versorgen zu können, die sie interessieren? Ich wüßte nicht, wie das mit den aktuellen Geräten und Diensten praktisch umsetzbar wäre. Traurig.

Preisgestaltung

Die Anbieter sind offenbar immer noch sehr zögerlich und verunsichert, vielleicht sogar zu Recht. Man will sich ja auch nicht selbst Konkurrenz machen. Oder Bücher verschenken? Nun, offenbar nicht. Ein nicht repräsentativer Vergleich einiger aktueller Titel (deutsch & englisch) im iTunes Book Store und im Kindle Store zeigt zwei interessante Fakten auf:

1. Gerade bei aktuellen, deutschen Büchern ist der Preis im Vergleich zur Papiervariante nicht oder nur unwesentlich geringer. In Anbetracht der Tatsache, dass nur minmale Material- und Transportkosten entstehen, scheint mir das schwer zu rechtfertigen. Ich gehe auch davon aus, dass das nicht von der Buchpreisbindung abhängt, lasse mich aber gerne vom (dann sehr unsinnigen) Gegenteil überzeugen.

2. Viele Buchtitel sind in beiden Buchläden gleich teuer. Während bei Musik die Preise teils sehr unterschiedlich sind oder sich die Alben durch bestimmte Beigaben unterscheiden (Videos oder Booklets), scheint es beim Buch überhaupt keinen Wettbewerb zu geben. Das hat für deutsche Bücher primär mit der Buchpreisbindung zu tun, wobei deren Gültigkeit rechtlich ungeklärt und die derzeitige Umsetzung wohl eher ein stiller Konsenz ist. Das sollte mal offen geklärt werden. Warum das bei ausländischen Büchern auch so ist, wundert mich nur.

Übrigens kann man nur bei Amazon die mir noch aus Buchladenzeiten bestens bekannte Spiegel Bestseller-Liste einsehen. Die “echten” Bestseller ermitteln die Stores automatisch und durch die Bewertungen und Ratings der Kunden. Ob sich der Lesegeschmack der Deutschen mittelfristig dort anders darstellt?

Fazit

Da sind schon viele offene Fragen. Viele davon behindern eine etablierte Kulturtechnik in ihrer Entwicklung. Gut, man könnte nun sagen, dass man Bücher halt nicht mehr verleihen oder weiterverschenken soll. Schadet doch keinem. Eben doch meinen viele Kritiker (unter anderem Autor Cory Doctorow). Denn Bücher und die Lust am Lesen ist nicht nur ein Geschäft, es ist ebenso Kultur. Und die wird hier eingeschränkt, damit kommerzielle Interessen geschützt werden.

Nun gibt es auch Positives. Mit aktuellen Geräten läßt sich schon sehr gut auch in der Sonne lesen, die Geräte sind leicht und relativ bedienfreundlich. 1000 Bücher in der Handtasche hat schon was. Mir macht das Lesen Spaß und trotzdem brauche ich nicht unbedingt mehr Platz im Regal. Es gibt immer mehr Titel, aber meiner Meinung nach noch nicht annähernd so viele, wie im gut sortierten Buchhandel. Warum? Kein Platz im virtuellen Regal? Zeitungen und Zeitschriften gibt’s so gut wie gar nicht. Agressives Vorstoßen in neue Märkte sieht anders aus. Dabei ist doch klar, dass das E-Buch das Buch genauso wenig obsoletisieren wird wie die MP3 die CD.
Es bleibt am Schluss der bittere Beigeschmack, das die schöne neue Welt, in der digitale Bücher eine Revolution auslösen könnten (diese Übertreibung ist als solche kenntlich gemacht), künstlich zurückgehalten wird. Und das schlecht, denn es ist natürlich gar kein Problem die künstlichen Barrieren zu umgehen. Im Netz gibt es kaum ein E-Buch nicht auch illegal und frei. Tauschbar, Verschenkbar, Verteilbar. Doch wie bei allen Medien gilt auch hier: Menschen lieben Bücher und zahlen gern dafür. Derzeit wächst eine Generation von Lesern heran, die illegal lesen müssen, wenn Sie frei lesen wollen. Und das schädigt irgendwann Verlage und Autoren. Was wäre das für eine Zukunft?
 

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To read: Little Brother

by on Jul.27, 2010, under Allgemein / Generic, Computer, thoughts

Cover of
Cover of Little Brother

Back from a short vacation to the sea I managed to read a book I had on my list for some time. “Little Brother” is a a hacker novel by Cory Doctorow. I wrote about him before (here (german) and here (german) for example) so I’m not going introduce him again and rather fast forward to the novel itself. It tells the story of protagonist Marcus Yallow aka w1n5t0n who is 17 years old and lives in San Francisco, has a thing for technology and manipulates so-called “security systems” as a hobby so he can get out of school unnoticed. One day after having done just that he and his friend witness a terrorist attack after which they’re taken in by the DHS. At a secret prison they’re interrogated for days but when they’re finally released Marcus’ best friend is missing.

This marks the beginning of a guerilla war against the DHS and an increasingly paranoid world that is willingly trading freedom for what they believe is security while it’s really general suspicion. Marcus fights back by making clever use of the enemy’s technology to turn it against him.

The story is aimed at young adults and it introduces the concept of security and cryptography on a level that is interesting, exciting and hands on. It’s modern science-fiction which for the science means that there are some gizmos that don’t really exist but easily could and most of them in fact do although they may go by a different name. For example there is an operating system called ParanoidLinux described in the book which actually motivated an equally named project to be started but it was abandoned pretty soon. However, many of the features are available in the Privatix linux distro. While SF is always thought to play in the future, “Little Brother’s” future is very much our present plus ten minutes. It describes security and control mechanisms that are already in place all around the planet aggregated in one area and how they may be used. It’s probably one of the coolest hacker books since  Cryptonomicon and it manages to communicate the dangers of the totally connected world we live in today which is especially hard to teach young people because most adults and teachers don’t really understand the subject. “Little Brother” however made me think about my privacy habits and it gives dozens of hints to get you started e.g. how to use The Onion Router to browse anonymously. A warning should be issued that you may get a little paranoid having read the book. But that’s not necessarily a bad thing.

As is usual with Doctorow’s books you can find an electronic version for free online. (Und es gibt auch eine deutsche Übersetzung). But because it’s a great book you may want to buy it.

For the Germans: Hier gibt es einen tollen Artikel der “Zeit” über das Buch.


Those links here take you to Amazon.de where you can buy the different versions of the book in German and English. I’d like to close with a quote by Benjamin Franklin, who famously said:

“They who can give up essential liberty to obtain a little temporary safety, deserve neither liberty nor safety.”

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2. Meinungsmontag – jetzt mit Sparpaket [Update]

by on Jun.07, 2010, under Meinungen

Der Ex-Bundespräsident

The President of Germany Horst Köhler. Former ...
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Wenn ich die Berichterstattung überblicke, ist die Republik gespalten in drei Gruppen: Da sind zum einen die Zustimmer, sie glauben Horst Köhler hat vollkommen zu Recht (nämlich, weil er den “Respekt vor seinem Amt” vermisse ) seinen Job als Bundespräsident gekündigt, sie haben Respekt vor seiner Entscheidung. Zum anderen sind da die Kopfschüttler, sie glauben der ehemalige Bundespräsident habe mit seinem Rücktritt überreagiert, womöglich habe er die amerikanische Schelte über den Ölkonzern BP fälschlicherweise auf sein Amt (BundesPräsident) bezogen. Sie argumentieren Köhler sei zu dünnhäutig, also quasi ein Weichei und kam sich in seinem Amt überflüssig vor, zumal ja selbst die Kanzlerin ihn nicht verteidigen mochte. (continue reading…)

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Be Kind Rewind – Abgedreht

by on Jun.04, 2010, under Meinungen, thoughts

Cover of
Cover of Be Kind Rewind

Ich bin im Grunde ein bissl stolz darauf, immer mal wieder auf bestimmte Filme, Musik oder andere Medien mit Verzögerung aufmerksam zu werden. Wenn etwas neu ist gibt es immer einen – kleinen oder großen – Hype und erst mit etwas Abstand kann man einigermaßen objektiv Tolles und Blödes auseinanderhalten. So war beispielsweise ein Film wie “Blade Runner” trotz Hype in der Presse nur mäßig erfolgreich an den Kinokassen. Mittlerweile wird er aber weithin als Kultfilm verehrt. Was sich auch positiv auf VHS und DVD Verkäufe ausgewirkt hat. :-)

Es geht aber um einen ganz anderen Film und der beschäftigt sich thematisch mit High-Tech aus dem letzten Jahrhundert: VHS!
Der Film heißt zu deutsch “Abgedreht” was sehr uninspiriert erscheint in Anbetracht des Originaltitels: “Be Kind Rewind“. Das heißt übersetzt “Seid nett und spult zurück” und bezieht sich auf die gute alte Videokasette, wie sie jahrzehntelang in den Videotheken leihbar war. Der Film spielt dann auch in einer solchen, sie befindet sich im Örtchen Passaic (New Jersey) und gehört Herr Fletcher (gespielt von Danny Glover). Während der verreist ist soll sein Angestellter Mike (Mos Def) das dahinsiechende Lädchen beaufsichtigen und insbesondere seinen Freund Jerry (Jack Black) fernhalten. Dieser lädt sich prompt magnetisch auf und löscht so im vorbeigehen sämtliche Videobänder. Mike und Jerry stehen nun in Zugzwang und beschließen mit einfachsten Mitteln die Filme nachzudrehen. (Screenshots!) Als erstes drehen sie “Ghostbusters” in wenigen Stunden nach, weil Frau Falewicz (Mia Farrow) den Film bestellt hat. Sie nennen diese spezielle ‘Technik’ “schweden” und begründen damit die Wartezeit auf die Filme. Überraschend kommen die nachgedrehten Filme bei den Kunden an und immer mehr Filme werden bestellt, der Laden läuft auf Hochtouren. Das ist umso erfreulicher, da das Gebäude dringend renoviert werden muß und Fletcher dazu das Geld fehlt. Die Leute zahlen sogar dafür, in den geschwedeten Filmen mitzuspielen. Doch dann schlägt die Filmindustrie gnadenlos zu und alle Filme werden wegen Verstoßes gegen das Urheberrecht vernichtet. Die Enttäuschung wärt nur kurz, dann entschließen sich Mike und Jerry die Lebensgeschichte der Jazz-Ikone Thomas “Fatts” Waller zu verfilmen und damit das fehlende Geld zu verdienen. Der Film endet unkonventionell und unerwartet, wie genau soll aber noch nicht verraten werden.

Gondry-Mos-Def-Be-Kind
Image via Wikipedia

Regisseur Michel Gondry (Vergiss mein nicht) hat insbesondere mit den kongenialen Filmen-im-Film etwas geschaffen, dass das Zeug zum Klassiker hat, wenn auch durchaus die Handlung insgesamt ein bissl löchrig ist. Seinen Charme entfaltet der Streifen im Grunde dann, wenn sich Mos Def und Jack Black in die selbstgebastelten Kostüme werfen und mit simpelsten visuellen und praktischen Tricks ihre Versionen bekannter Filmklassiker verwirklichen. Dazu gibt es eine geniale schnittfreie Sequenz, die zeigt wie mehrere Filme gleichzeitig “geschwedet” werden. Klar, einige werden Jack Black zu albern oder die Geschichte zu anspruchslos finden. Aber wie der Film es schafft die Remix-Kultur der Gegenwart aufzugreifen und trotzdem in ein organisches, erstaunlicherweise undigitales Setting zu transferieren, hat zweifellos Respekt verdient. Der Trend des “Schwedens” hat auch auf YouTube Niederschlag gefunden. Unabhängig davon hat der Film auch eine rührselige Seite und thematisiert den nachbarschaftlichen Zusammenhalt. Zugegeben, dass klingt alles ein bißchen nach Anachronismus und vielleicht ist es das sogar, aber es erinnert uns doch daran, das früher halt nicht alles schlecht war.

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Play different – now with 100% more Steam

by on Mai.14, 2010, under Computer

“Decisions were made here recently against my will to change my computer system. [..] I’m switching – I’m being told – from a PC to a Mac. [..] Now here’s what I don’t understand: Is a Mac not a personal computer? “
- David Letterman – 10.05.2010

There are several reasons conventional Non-Mac users don’t like the Mac. Hearing them argue – for the most part – they just don’t get it. That’s fine. Then there are some serious issues that the Mac has or has had. Several of them have been addressed over the past few years. E.g. there was a time when there was not much software for the Mac. No problem anymore. In the past exchanging files or data in general between Mac and Windows was quite hard or nearly impossible. It is no more. And many PC Gamers kept arguing that there were no games on the Mac. Well, that’s about to change. EA and many other publishers started cross-publishing their games (Sims 3, Spore) to the Mac a while ago. Mac versions of games are developed, independent games usually also come to the Mac. Like from Telltale.

Steam
Image via Wikipedia

Now Valve, creator of games like Half-Life (2) and Portal, brings the Steam platform to the Mac. Steam is not only a games store and download service, it’s also a community platform and offers mainstream games as well as independent work side by side. It’s been available on Windows since 2004 and has developed heavily over the years. Now a Steam client is available for the Mac and it is accompanied by SteamPlay, which basically means that you can buy a game once and play it on PC and Mac (if available). And for introduction the hit game Portal is available for free (on both Platforms)!

When I installed Steam I found 10 games out of 100+  I own to be playable on the Mac. But Valve promises that count is going to rise with new releases every wednesday for the coming weeks. I guess I’ll test Portal on the Macbook, just for fun. *g*
And again, there’s one reason less to not buy a Mac.

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Das Evangelium nach iPad

by on Apr.10, 2010, under Computer, thoughts

SAN FRANCISCO - JANUARY 27:  An event guest pl...
Image by Getty Images via Daylife

Fürwar, ich entbiete Grüße an die versammelte Geekheit und das verehrte Nerdtum!
Auch die Gilde der Medienbildner sei willkommen geheißen, so dies nicht der Redundanz anheim fällt.

Seher und Schreiber berichten uns, dass also in den Vereinigten Staaten jenseits des großen Wassers das sagenumwobene iPad erschienen sei. Es ersetze die Laute, das Pergament, so manches Kinderspiel gar. Man solle sogar an des Priesters statt in der Lage sein, unsichtbares Wissen aus der Luft zu sehen, so man seine Hand über das magische Glas zu bewegen versteht.
Und es schicken sich Millionen an dem heiligen Jobs zu huldigen, der mit Hundertausenden der Wunderplatten vom ‘Infinite Loop’ stieg und sie seinen Schäfchen im Tausch gegen einen Heidenberg von Talern überlies. In nicht allzu ferner Zukunft vermag das Wunder auch die hiesigen Gefilde zu erreichen. Allerdings wird es nicht die gesammelten Schriften unserer Sprache enthalten. (Die Verhandlungen mit den Verlagen für deutsche eBooks laufen wohl noch.) Schon unlängst predigte ich euch, meinen Jüngern, von den Werken des Einen und äußerte meine bescheidenen Gedanken. (continue reading…)

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Star Trek 0b (11) revisited + Important things

by on Feb.27, 2010, under Allgemein / Generic, thoughts

Star Trek (film)

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Vor knapp einem Jahr, am 25 Mai, habe ich ein Review des letzten “Star Trek” Films gepostet, nachdem ich den Film erstmals im Kino gesehen hatte. Letzte Woche hab’ ich mir den Film nochmals auf DVD angesehen, komplett mit Wiederholung für den Audiokommentar. Es war der Versuch einer Versöhnung, weil es halt nun mal Star Trek ist und eine Fortsetzung ja schon in Arbeit ist (die Webbeweise dazu möge jeder selbst ergooglen). (continue reading…)

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Ein Blick zurück auf TED 2010

by on Feb.18, 2010, under Allgemein / Generic, thoughts

Mahlzeit!

Vor fast exakt genau einer Woche startete die TED-Konferenz in Long Beach. Von Mittwoch bis Samstag versammelte sich die TED-Community um inspirierende Vorträge der besten Wissenschaftler, Künstler und Aktivisten zu sehen und zu hören. Und überall auf der Welt versammelten sich Mitglieder der erweiterten TED-Community um im Web die Konferenz zu verfolgen. Ich hatte als Helfer im TED Translation Projekt ebenfalls die Möglichkeit der Konferenz live im Web beizuwohnen.

TED ist eine überaus exklusive Konferenz, jegliche Form der Mitgliedschaft schlägt mit relativ hohen Beiträgen zu Buche. Hier versammeln sich die einflussreichsten und auch wohlhabendsten Individuen Amerikas und der Welt um Ideen auszutauschen. “Ideas worth spreading.” Das mag vielleicht elitär wirken, tatsächlich bemüht sich TED mehr und mehr über verschiedene Programme (quasi Stipendien) interessanten Mensch den Zugang zu ermöglichen. Insofern ist Ideenreichtum wohl  wichtiger als Wohlstand. Nichtsdestotrotz, die TED Foundation ist eine Non-Profit-Gesellschaft und alle Einnahmen kommen den zahlreichen Projekten zugute.

Tatsächlich werden, wie schon seit 2006, die herausragendsten Beiträge in den nächsten Monaten auf der TED Website veröffentlicht und stehen damit allen zur Verfügung. Ich möchte kurz einen Überblick über die Themen geben, die mir persönlich im Gedächtnis geblieben sind.

TED Prize – Jamie Oliver

Der Höhepunkt der Veranstaltung war wohl Jamie Olivers Beitrag, der als TED Prize-Gewinner seinen Wunsch vor allen Anwesenden formulieren konnte. Er sprach über das Ernährungsproblem, das in Amerika (aber im Grunde auch allen anderen Industriestaaten) offensichtlich ist aber scheinbar kaum beachtet wird. Wie auch schon in Großbritannien hat Oliver wieder ein Fernsehsendung gemacht, in der er die Ernährung an einer amerikanische Schule reformieren will. Er plädierte eindrucksvoll für bessere Erziehung zum Thema Ernährung und gesünderes Essen in Mensen und Cafeterien, wo es Schülern, Studenten oder Mitarbeitern tagtäglich angeboten wird. Der Beitrag ist schon online bei TED verfügbar, ich empfehle unbedingt sich das mal anzuschauen.

Jane McGonigal

Jane McGonigal delivers URGENT EVOKE at TED 2010
Image by Avant Game via Flickr

Einer der wenigen Beiträge, der ein der Medienbildung nahestehendes Thema behandelte. McGonigal macht Computerspiele, die Spielern die Möglichkeit geben sollen, Probleme der echten Welt zu lösen. Im ersten Teil ihres Vortrags argumentierte sie, dass Spieler innerhalb der Spielwelt bereit sind komplexe Probleme zu lösen und das es tatsächlich bestimmte Fähigkeiten gezielt fördert. Beispielsweise neigen Computerspieler dazu, ein Problem solange anzugehen, bis es gelöst ist. Sie wissen, dass es lösbar ist, denn ein Spiel bietet nur lösbare Probleme an, oft mit vielen möglichen Lösungswegen. Diesen Problemoptimismus vermisst man im realen Leben oft. Die Frage ist also, wie man diese Kraft aus der Spieltwelt in die reale Welt holen kann, und darauf zielen McGonigals Spiele ab.

So war beispielsweise das Szenario in “World Without Oil” eine globale Ölkrise. Die Spieler waren aufgerufen die ersten 37 Wochen dieser Krise mitzuerleben. Sie konnten im Rahmen des Spieles die Konsequenzen für ihr eigenes Leben feststellen und im Laufe der Zeit sollten sie Beobachtungen, Lösungen und Erfahrungen in das Spiel zurückmelden. Dazu konnten sie jede Medienform nutzen, die sie wollten. Alle Geschichten der Spieler sind noch immer im Archiv vorhanden und man kann, obwohl das Spiel schon beendet ist, nachvollziehen, wie es funktioniert hat.

Interessante Gedanken, vor allem wenn man bedenkt, auf welcher Ebene sich die Diskussion um Computerspiele hierzulande abspielt. Da wird es noch eine Weile dauern, bis man sich fragt, wie man sich das Phänomen Computerspiele nutzbar machen kann.

Technische Demos

Es gab einige spannende Vorführungen neuer Technologien bei TED, unter anderem einige erstaunliche Erweiterungen für Bing Maps, die als Video schon online verfügbar sind.

Darüberhinaus zeigte John Underkoffler ein bewegungssensibles Interface um Computer sogar in 3D zu steuern. Wer sich darunter nichts vorstellen kann erinnere sich bitte an den Film Minority Report und visualisiere kurz das dortige Computersystem. Hier ein Demo-Video.

g-speak overview 1828121108 from john underkoffler on Vimeo.

Und der Rest

Es gab noch Dutzende spannende Themen, leider konnte auch ich nicht alle Beiträge sehen. Viel Diskussionen löste wohl der Beitrag von Sarah Silverman aus, leider hab’ ich den verpasst und möglicherweise wird er auch nicht online verfügbar sein. Aber Techcrunch hat die Aufregung ganz gut zusammengefasst. Besonders gefreut hab’ ich mich auf Sir Ken Robinson, der seinen Auftritt von 2006 nahtlos fortgesetzt hat. Wenngleich sein Anliegen noch immer das alte ist, kaum jemand versteht es die Dinge so auf den Punkt zu bringen. Vollkommen überraschend toll war der Vortrag von Adora Svitak (12 Jahre alt) die das Wort für den Ideenreichtum der Kinder ergriff. Ebenso überrascht hat mich der Vortrag von James Cameron, der nur sehr beiläufig über seine unverschämt erfolgreichen Filme sprach sondern erklärte, wo sein eigentliches Interesse liegt.

Wenn nach und nach die Videos dieser Konferenz veröffentlicht werden, komme ich gerne dezidiert auf die einzelnen Themen zurück. Insgesamt muss ich sagen war es ein überwältigendes Erlebnis und eine große Inspiration.

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Terry Gilliam: Das personifizierte Imaginarium (inkl. Review)

by on Feb.04, 2010, under thoughts

Terry Gilliam at IFC Center:

Image via Wikipedia

“Das Publikum ist träge. Man darf es nicht überfordern. ”
“Wir brauchen möglichst viele bekannte Stars.”
“Es gibt Gewohnheitsregeln der Wahrnehmung und Struktur, die einzuhalten sind.”
“Können wir nicht stattdessen eine Fortsetzung von was Bekanntem machen?”
“Das versteht doch keiner. Geht das nicht simpler?”
“Was ist eigentlich ihr Punkt? Was wollen sie sagen?”

Ich kann’s natürlich nicht beweisen, noch nicht mal aus Erfahrung sprechen, aber so oder so ähnlich stelle ich mir die Kommentare der großen Geldgeber des Film, der Studios und Produzenten, vor, wenn ihnen ein Filmemacher, der vielleicht etwas gegen den Strom schwimmt, begeistert Filmideen unterbreitet. Jeder Filmschaffende wird wohl sagen, dass es im Film Regeln gibt. Und dass man sie kennen muss, bevor man sie brechen kann. Eine solche Regel scheint zu sein, dass man sein Publikum nicht herausfordern darf, weil das so ähnlich klingt wie überfordern. Unterhaltung darf nicht anstrengend sein. Vor allem im deutschen Fernsehen hat man das verstanden. *g*

Aber um TV soll’s gar nicht gehen, sondern um den neuesten Film von Terry Gilliam mit dem herrlichen Titel ” Das Imaginarium des Doktor Parnassus“. Denn Terry Gilliam ist so ein Filmemacher, der nicht oft die Chance bekommt, ein Projekt bis zum Ende durchzubringen. Oft scheitert es am Studio, manchmal auch an höherer Gewalt. So wäre eben dieser Film beinahe am Tod eines seiner Hauptdarsteller – dem Schauspieler Heath Ledger – gescheitert. Offenbar aufgrund mangelnder Faszinativität – die angeborene Fähigkeit genuinen Fasziniertseins -  seitens einiger Redakteure, handelt beinahe jeder Artikel über den Film zu großem Teil oder ausschließlich von Ledgers Tod und seinen Auswirkungen, so dass es hier nicht nochmals aufgewärmt werden muss.

Ein Hauch von Story: Ein turmartiger Schaustellerwagen, von Pferden gezogen, rollt durch die Straßen des heutigen Londons. Auf der fahrenden Bühne zeigt Dr. Parnassus – ein tausende Jahre alter, zumeist betrunkener, doch unsterblicher Schamane gespielt von Christopher Plummer – eine ebenso gealterte Show, die niemanden zu interessieren scheint. Unterstützt wird er von Anton (Andrew Garfield), einem Zwerg namens Percy (Verne Troyer) und seiner Tochter Valentina (Lily Cole). Das Zentrum dieser Show ist ein magischer Spiegel, durch welchen man in die Fantasiewelt des Doktors wechseln kann. Hier wird der Besucher in einer Begegnung mit sich selbst vor die Wahl zwischen leicht oder anstrengend, eigennützig oder freigiebig, kurz: gut oder böse gestellt.

The Imaginarium of Doctor Parnassus

Image via Wikipedia

Parnassus hat die letzten Jahrtausende damit zugebracht mit dem Teufel aka  Mr.Nick (Tom Waits) Wetten abzuschließen und diese regelmäßig zu verlieren. So hat er als seinen letzten Wetteinsatz seine Tochter an Mr Nick. verloren, sobald sie 16 Jahre alt wird. Dieser Geburtstag steht kurz bevor, doch der wettsüchtige Teufel schlägt eine weitere Wette vor: Wer als erster fünf Seelen für sich gewinnen kann, bekommt Valentina. Die Karten stehen schlecht,  als die Schaustellertruppe den zwielichtigen Tony (Heath Ledger) findet, der halb tot am Strang von einer Brücke baumelt. Sie können ihn jedoch retten und als Dank, hilft er ihnen die Show zu ‘modernisieren’. Allein seine Beweggründe bleiben ein Rätsel, wenn auch nicht für lange…

Gilliam ist kein Freund von linearen Plots und klassischen Dreiaktern, seine vergangene Filme sind von daher oftmals schwer zugänglich. Seine Stärke hingegen ist das Visuelle. Das sagt er selbst, schon für Das Leben des Brian war er deswegen dem Regiestuhl ferngeblieben und hatte sich im Produktionsdesign ausgetobt. Filme wie Jabberwocky, seine Interpretation der Abenteuer des Baron Münchhausen oder Time Bandits zeigen die bildgewaltigen Welten, die nur Gilliam erschaffen kann. Auftragsarbeiten wie König der Fischer oder Twelve Monkeys waren kommerzielle Erfolge, aber seine eigenen Geschichten taten sich immer schwer im Mainstream, obwohl er besonders bei Literaten scheinbar großes Vertrauen genießt. So wollte J.K. Rowling eigentlich Gilliam den Potter verfilmen lassen, auch für Der goldene Kompass und Charlie und die Schokoladenfabrik war er Wunschkandidat, scheiterte jedoch immer an den Studios, die sich nach wie vor schwer tun, Gilliam richtig Geld in die Hand zu geben.

Auch dieses Imaginarium, welches im Grunde eine Parabel auf Gilliam selbst ist, entfaltet sich nur langsam vor den Augen des Zuschauers, aber es ist zugänglicher als viele andere seiner Filme. Diverse Reviews legen nahe, das Gilliam so diszipliniert wie selten vorgeht. Es geht um universelle Ideen, wie der nie endende Kampf von Gut und Böse, den Stellenwert von Fantasie und Vorstellungskraft in unserer Gegenwart und nicht zuletzt wie Menschen dazu im Verhältnis stehen. Mehr als einmal kommentiert der Film sich selbst, beispielsweise wenn Betrunkene zu Beginn Flaschen nach den Schaustellern werfen und sich niemand findet, der bereit ist, sich auf die Wunderwelt einzulassen. Oder am Schluß, wenn Parnassus von einem Jungen gefragt wird, ob es ein Happy End geben wird und er antwortet: “Dafür können wir nicht garantieren.”

Bei Gilliam gibt es kein Schema F und noch immer sucht er mit seinen Filmen ein Publikum, dass eine Herausforderung zu schätzen weiß. Das den Film nicht abspulen und vergessen sondern erleben und mitnehmen will. Während zwei Säale weiter Camerons 3D Ungetüm als der nächste revolutionäre Schritt des Kinos gefeiert wird (mit dem sich zudem vortrefflich Geld scheffeln läßt), wirkt der Fantasmus, die Brillianz und die Weirdness vom Imaginarium des Doktor Parnassus in der Tat hin und wieder wie ein Relikt aus vergangenen Tagen, ähnlich wie das Wandertheater, welches er zum Inhalt hat. Doch täuschen sie nicht: Großartige Darsteller, berauschende Bilder und tragende Gedankengebäude machen dies zu einem Film  “voller halbfertiger und fertiger Ideen, was im Ganzen mehr Ideen sind, als andere Filme auch nur erwägen.” (frei übersetzt Boston Globe)

Fazit: Absolut empfehlenswert! Kein Popcorn nötig. *g*

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Does anyone remember the PADD? (my iPad opinion)

by on Jan.28, 2010, under Allgemein / Generic, Computer, thoughts

SAN FRANCISCO - JANUARY 27:  Apple Inc. CEO St...
Image by Getty Images via Daylife

As you know I am an Apple fanboy. I own a Macbook Pro since July, I love it for it does everything I wanted it to – just better – and a massive amount of stuff that makes life convenient and using computers fun. I do run a hackintosh as well. I do have my second iPod, of which I think it’s the definitive portable music player. And I do have the iPhone 3G (although it came to me more by accident) which is a nice gadget to have with great usability and it introduced this huge trend of multitouch screens along with an accessible UI and a platform for apps that today suits every imaginable need. There is – imho – still no serious competitor on the market, with the Android phones probably being rather close but not there yet.

Now, yesterday Apple presented a product called the iPad, a portable computer with a multitouch display and – at least by what you see from the outside – pretty much nothing else. Since this product has been rumored for years, many people during the last 24 hours already laid hand on it, reviewed it and there is as much information on the internet now that after much reading and watching videos I feel as informed as if I had touched one myself. :-D
Still I feel a bit disapointed by it and here’s why:

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Image by AWWS via Flickr

In my understanding a Pad-like computer is every geeks dream since Star Trek TNG (I think there were similar devices in TOS but they rather looked like Etch-a-Sketches), where every crew member ran around the Enterprise with devices commonly known as PADDs (Personal Access Display Device).They came in several shapes and could obviously used for anything from accessing ship data to writing your personal journal.
They were easily exchanged, it seemed like nobody actually owned his PADD or was technically bound to it. Obviously they could easily be replicated as they were lying around anywhere. Note that they were not only used by humans but also by the other races although their design differed.

There has been work on real PADDs for some time now actually, notice the Apple Newton or Palm PDAs. Of course there also has been much improvement over the years. So, in this regard the iPad is a logical next step and the expected answer to the Amazon Kindle, which was made to be the ultimate digital reading device.

If you look at the features and specifications of the iPad you see it’s a quite impressive list for a device of its size. But then again – as many blogs noticed – the iPad looks like an oversized iPhone. And the worrying thing it isn’t even that. Although it comes in a WiFi and 3G version, you won’t have the native ability to phone with it, although you easily could connect a headset via cable or bluetooth. It has no camera (not on the back, not on the front, no photo, no video). And it runs iPhone apps of which there are plenty of but it will probably take some time until there are worthy apps tailored to the specific device.

It’s advertised with about 10 hours of battery life which seems good enough if it lives up to that. What I wonder about is why they promote stand-by time. While it makes sense with phones where you can still be reached because of long stand-by battery life I don’t really see the benefit of not using a device for a month so it still has power.

Then there is the storage: 16, 32 and 64 GB flash memory are the options to choose from which is the same as you can get in iPod touches at the moment. As you can software-wise use the iPad to have full iPod functionality (which means storing music, video, gaming and podcasts), you can put your photos on it, use the internet (download?) and even have newly designed iWork apps on the device along with the new Bookstore (+ebooks) and of course other apps I doubt that 64 GB is anywhere near the amount of space necessary. It took me mere weeks to fill the 160 GB of my Macbook. I can’t really take my whole media library with me on the iPhone right now.
Also I wonder what writing really common – which means intensely text-based – documents on the on-screen keyboard feels like. Note that during the demos nobody really did that during the presentation. It might be really nice for emails but how good does it perform when writing, let’s say, on a master thesis? You probably need to buy that keyboard accessory.
And then this the question occurred to me: If all I can do on the iPad is basically iPhone or iPod touch functionality (book reading on the big screen being the only exception i see), well, why not buy an iPhone or an iPod touch, which you can actually take with you? I doubt realy cineast will watch movies on it, jsut like real audiophils probably won’t hear their music with it (you need to connect it to good speakers, so it’s no longer wireless).

I simply feel that – apart from this being a cool, thoughtfully designed product – either the iPad is – yes, I dare saying it – redundant to a notable degree or it is aimed at a rather small group of customers for which it fills a gap between iPod and book reader that I don’t really see yet. At 499$ in the smallest incarnation and about 800$ for the all-in-variant it seems just not as useful as the other products in the line up. I may be wrong here.

Now, what’s great is that the iPad uses and elaborates on the great keyboard-&-mouse-less user interface ideas used on the other Apple touch devices. I do believe many people will love to use it because of that especially if they have shied away from using any laptops or computers up to now. It might be perfect for my mum! But me, myself and I will probably stick with a real computer (which of course could be married with the multi-touch display at some point) for now. Note also that Apple not really markets the iPad as an ebook reader but as a missing link between smartphone and laptop. However to me it can not really replace either of them easily. Therefore it would need custom browsers like Firefox, Wireless syncing, more storage, more connectivity. It is a small step forward but no huge leap in my opinion. Of course that might be a by-product of the hype that has wildly gone crazy during recent weeks. Still I’m excited to see this product evolve.

Update: I finally saw the Keynote and to a large degree, I believe it proved my point. They tried to set first foot into a niche that does not necessarily exist naturally but probably grows now that the iPad is there.

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