Tag: web2.0
Crunching numbers in 2011
by yodahome on Dez.31, 2011, under Allgemein / Generic
Während das Jahresende unbarmherzig auf uns zu rast, ergreife ich mal wieder die Gelegenheit um meine Aktivitäten in diesem Blog Revue passieren zu lassen. Fest steht schonmal, dass mein Engagement in puncto Blog wahrscheinlich gesunken ist, weniger Beiträge als im letzten Jahr. Aber lassen wir Zahlen sprechen: Ich habe es in 2011 auf 46 Posts gebracht, wobei einige lediglich von meinem posterous Blog oder Instagram übernommen sind. Insofern sind das zwar mehr als 2010 (29, weniger als 2009 mit 68) aber in Worten etwas weniger (19463, 2010 waren’s 23394, 2009 sogar 26509). Insofern nimmt der schon beklagte Werteverfall weiter zu.
Aber tatsächlich hat sich meine Online-Aktivität zumindest teilweise auch auf andere Dienste verlagert, so habe ich z.B. in dieem Jahr 76 Posts auf meinen noch recht frischen Posterous Blog ”senseless quickies” gestellt. Dabei handelt es sich um Ausschnitte und Posts aus anderen Blogs, die ich vorher eher getwittert oder in Linkposts verarbeitet habe.
Insbesondere habe ich versucht Beiträge auf sozialen Online-Diensten intensiver auszuwerten. So stehe ich mit einem klout-Score von gut 42 und einem Empire Avenue Aktienwert von knapp 26 Eaves nicht ganz schlecht da. Alles ganz spaßig, mal schauen was im nächsten Jahr daraus wird. Zum Glück sind wir noch nicht im Zeitalter der Whuffies angekommen (was wäre wenn).
Auf Twitter sind mir über das Jahr relativ konstant 170 bis 180 Accounts gefolgt, das will aber nichts heißen, denn noch immer sind da viele Automaten dabei. Letztendlich ist das wie bei allen sozialen Netzwerken, man kann nur eine begrenzte Zahl Freunde ernsthaft verarbeiten.
Was erwartet uns in 2012? Da die Erde wieder nicht untergeht wird ein regelmäßiger Blick auf Google+ interessant sein, viele Features der Konkurrenz gibt es dort schon, was Google mit den scheinbar stetig steigenden Nutzerzahlen anfängt wird also spannend. Ich persönlich finde, dass es ebenfalls Zeit für mehr ‘open’ im Social Web wird, ich hoffe wir werden dafür Anfänge sehen und während Facebook scheinbar versucht mit der Timeline die Zeitrechnung neu zu erfinden, freue ich mich eigentlich am meisten auf die Veränderungen, die niemand so richtig auf dem Schirm hatte. Inklusive mir. Guten Rutsch zusammen!
MagdeWiki – Ein Jahr geschafft!!
by yodahome on Okt.19, 2009, under Allgemein
Am letzten Donnerstag ist das Stadtwiki Magdeburg ein Jahr alt geworden. Das Projekt wurde am 15.10.2008 eigentlich relativ spontan gestartet und ist in einem Jahr auf 455 Artikel angewachsen, die mit derzeit 321 Bildern ergänzt werden. Wir haben die Absicht, relevante Information über, um und aus Magdeburg zu sammeln, die für die Wikipedia keine Relevanz haben. Unsere Artikel stehen unter einer Creative Commons Lizenz und können unter Angabe der Quelle anderweitig verwendet werden.
Anlässlich des Jahrestages haben wir eine Rundumerneuerung gemacht. Die Software wurde erneuert, wir haben einen neuen Server und auch der optisch Auftritt wurde überarbeitet. Besonders stolz sind wir auf unser neues Logo, dass wir im Rahmen eines Wettbewerbes aus 10 Vorschlägen ausgewählt haben.
Das schöne Wetter des Sommers hat wohl dazu geführt, dass sich eher weniger neue Artikel ins Wiki verirrt haben, aber wir hoffen, dass mit den verregneten Herbsttagen nun doch die Lust wieder steigt, dem eigenen Verein, der Firma oder einer Sehenswürdigkeit einen Artikel im Wiki zu widmen.
Zusätzlich planen wir einen neuen Bereich einzuführen, in dem Zeitzeugen persönliche Erlebnisse mit geschichtlicher Relevanz einstellen können, ohne dabei auf die Anforderungen achten zu müssen, die für normale Lexikonartikel gelten. Auf diversen Veranstaltungen, auf denen ich das Projekt schon vorstellen konnte und in Gesprächen ist mir immer wieder großes Interesse an der Idee des Regional- und Stadtwikis begegnet und ich glaube, wir sind trotz einiger Widerstände immer noch auf einem guten Weg. Selbst auf Spiegel Online taucht das Thema schon auf und es gab unlängst das erste RegioWiki Camp an der Fachhochschule Furtwangen, zu dessen Besuch ich leider keine Zeit hatte. Die Zukunft für RegioWikis sieht also sehr interessant aus, da sollte das MagdeWiki keine Ausnahme machen.
Wir brauchen euch! Falls ihr Fragen zum Projekt MagdeWiki habt oder euch beteiligen möchtet (dafür gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, auch wenn ihr keine Artikel schreiben wollt), dann gibt’s Infos im Wiki oder ihr mailt an jens(at)magdewiki.de .
E-Freiheit, E-Gleichheit und E-Brüderlichkeit
by yodahome on Sep.01, 2009, under Allgemein / Generic, thoughts
Im Spiegel der vorvorletzten Woche war eine Titelstory zum Thema Freiheit, Kontrolle und Recht im Internet mit dem griffigen Titel “Netz ohne Gesetz” (man beachte den beinahe lyrischen Ansatz, auch wenn’s faktisch falsch ist). Die Prämisse ist also in drei Worten formuliert und sie wird noch weiter aufgebaut. Das Netz wird charakterisiert als “Parallelwelt” in dem “das Recht nichts wert sei”. Es werden Beispiele von Rufmord, Diffamierungen, käuflichen Blogeinträgen etc. versammelt, die es zweifellos so gibt, aber was beweist das schon? Das Netz ist so wenig Heilsbringer wie Apokalypse, es ist keine Parallelwelt, es ist die Welt – nur in digital. Alles, was man sich in der tatsächlichen (physischen) Realität vorstellen kann, findet auch im Internet statt. Diese Welt ist nicht virtuell, sie ist so real wie alles andere. Und das es dort keine Regeln gebe, ist deswegen schlichtweg falsch. Es sind andere Regeln und das Problem ist, das viele sie nicht kennen oder einhalten wollen. Dagegen muss man, das macht der Artikel auch zur zentralen Frage, durchaus etwas tun. Zustimmen muss man den Autoren dann auch, wenn sie feststellen, dass massive Aushandlungsprozesse in Gang sind: Welche Gesetze gelten im Netz? Wie setzt man sie durch? Wie schnappt man Täter, die sich überall auf der Welt befinden können?
Das ist natürlich irgendwie auch wieder typisch deutsch, dass man bei neuen Freiräumen erstmal fragt, wie man das kontrollieren kann. Wir leben nunmal in einem Land, in dem selbst das gemütliche Trinken eines Bieres auf öffentlichen Plätzen durch Verwaltung und Ordnungsamt reglementiert ist (just im Reality TV gesehen), in dem sich Nachbarn schon aus Gewohnheit vor Gericht treffen, wo jeder auf den Staat schimpft ohne zu merken, dass er selbst Staat ist und ja doch irgendwie auf dessen Regeln besteht. Der Staat (besonders der Regierungsapparat) ist wichtig, denn auch Datenschutz, der ebenfalls ein großes Problem im Internet ist, gibt’s nur per Gesetz. Das haben wir gerade wieder durch den Bericht über sogenannte Auskunfteien wie die SchuFa gesehen, Firmen steht das persönliche Recht auf die eigenen Daten eher im Weg. Im Moment ist der Staat, ja die gesamte Demokratie aber selbst in einer Art Identitätskrise (dazu später mehr).
Zentrales Problemkind sind natürlich die sogenannten Urheberrechte, die ja im Internet härter umkämpft sind als Ölquellen im Irak. Und die, so deutet man auch im Spiegel mit Verweis auf eine Rede von Reto Hilty (hier ein Interview), könnte durchaus dem Fortschritt im Weg stehen, weil sie Wissenfluß derzeit eher behindern als fördern. Und das ist in der sogenannten Wissensgesellschaft schon eine vitale Einschränkung. Dabei gibt es durchaus vernünftige Ansätze, wie man beispielsweise bei Larry Lessig oder Cory Doctorow immer wieder nachlesen kann, letzterer veröffentlich seine Romane zum Download unter Creative Commons-Lizenzen mit Derivatrecht und so entstehen Übersetzungen und sogar Hörbuchfassungen durch Dritte und stehen ebenfalls zum Download zur Verfügung. So sollte die Wissensgesellschaft funktionieren. Remixen, also das aufgreifen der Werke anderer in einem eigenständigen Werk, sollte z.B. für den privaten Gebrauch uneingeschränkt möglich sein. Wirkliche kommerzielle Nutzungen und damit verbundene Einschränkungen gibt es doch eigentlich nur zwischen Firmen. Warum muss ich als Privatperson trotzdem meterlangen Nutzungsbedingungen und Lizenzverträgen zustimmen, wenn ich mir ein Computerspiel kaufe oder Mitglied bei MySpace werde? Und auch für die Wissenschaft ist Copyright zunehmend problematisch, es führt beispielsweise dazu “[..], dass Forscher oft nicht genug Geld hätten, um die [Fach-]Zeitschriften zu abonnieren, in denen sie ihre eigenen, öffentlich finanzierten Ergebnisse publizieren.”

- Image by Getty Images via Daylife
Als ein weiteres Problem wird die Einhaltung der Privatheit genannt. Gerade lief im Mittagprogramm der Privaten [ha, zwei Definitionen von privat, wie schön] wieder eine Pseudoreportage, wie leicht es doch wäre ‘private’ Informationen fremder Menschen aus Profilen bei StudiVZ, Facebook oder MySpace zu gewinnen. Alter, Freunde,Fotos, Job, Interessen und mehr kann man meist problemlos herauskriegen, jeder weiß, was du letzten Samstag getan hast. Die Lehre: Wir müssen aufpassen, was wir ins Netz einstellen.
Bullshit!!! Natürlich ist das leicht, das ist die Idee dieser sozialen Netzwerke. Einen der wenigen vernünftigen Beiträge zu diesem Thema liest man auf Spiegel Online unter dem Titel “Warum die Dummheit des Internets ein Segen ist“. Punkt 4: “Wir sollten aufhören, den Exhibitionismus anzuprangern, solange wir den Menschen schamlos und ohne jede Hemmung durchs Wohnzimmerfenster starren“. Und in der Tat, ich kann auch im Café, im Kino und auf der Strasse Menschen belauschen und private Details über sie erfahren. Ich arbeite ja auch in einem Buchladen und selbst dort erzählen die Menschen mir oft unaufgefordert viele private Details. Mich interessieren die eher selten, aber was wenn ich Böses im Schilde führen würde? Und so macht auch der Artikel eindeutig klar:
Wer bei Facebook, StudiVZ oder MySpace Bilder von sich ins Netz stellt, wer von der rauschenden Party am Vorabend berichtet, der ist in der Regel keineswegs “exhibitionistisch”, wie das in den vergangenen Jahren in nahezu jedem Artikel über die Jugend und das Netz zu lesen war. Die Leute, die da kommunizieren (denn nichts anderes geschieht dort), reden ja gar nicht mit Ihnen. Sondern mit ihren eigenen Freunden und Bekannten. Ihrem privaten Umfeld. Wenn im Park jemand auf einer Bank sitzt und seinem besten Freund Fotos von der Party gestern Abend zeigt, setzt man sich ja auch nicht daneben und glotzt.
Exakt. Also, liebe faule Redakteure und liebe neugierige Personalchefs: Finger weg von meinen privaten Profilen, was ihr wissen müßt steht bei xing und wenn das nicht reicht, ich komme gerne zum persönlichen Gespräch vorbei!
Nichtsdestotrotz schadet es natürlich auch nichts, wenn man auch die Privacy Funktionen der diversen Netzwerke kennt und nutzt. Andererseits würde es einem in der physischen Welt durchaus als Verfolgungswahn ausgelegt werden, wenn man keine Gespräche mehr an öffentlichen Orten führt und dafür immer alle Türen und Fenster schließt.
Zurück zum einleitenden Gedanken: Die Demokratie ist in der Krise oder wie Hans-Ulrich Jörges es formuliert: Das entmündigte Volk. Money Quote: “Deutschland hat ein Demokratiedefizit. Es ist nur noch Zuschauerdemokratie.” Und das Gefühl kann man durchaus bekommen, wenn man die im Artikel versammelten Beispiele liest und dann noch ein paar eigene Erinnerungen dazu wirft.
Meine Hoffnung ist darum, durch die Diskussion um das Netz die Karten neu verteilt werden, denn zumindest einige der offenbar schon etabliert geglaubten Regeln kommen wieder auf den Tisch und werden neu verhandelt. Sie mobilisieren sogar eine neue politische Gruppe. Insofern sind die Fragen, die das Internet aufwirft, möglicherweise wichtige Schritte in eine neue Welt mit neuen Regeln. Denn schon Albert Einstein wußte: ” The significant problems we have cannot be solved at the same level of thinking with which we created them.”
Why free information can't be a good business (and probably shouldn't)
by yodahome on Jan.06, 2009, under life

- Image via Wikipedia
This is probably not a very new thought but recently I read this very interesting article about the print media and the internet. Actually this short article made me read longer ones and got me thinking.
For me the idea of the internet was always connected with the idea to provide knowledge and data to whomever needs it. At no cost. Really, that’s how we got to know the internet back in 1997 when we accessed it from school:
We would open Yahoo or Altavista, wait for a few minutes, then enter some search words and after a few more minutes, we would be presented with web pages containing information, sometimes even those we were looking for. We never paid for the knowledge, the school just paid for the connection and the hardware. Anything else, well, most of anything else was freely available (as in free beer). Search engines earned money through advertisement -as they still do- but mostly the information providers were big media companies that already had the information they published and they had already financed it by selling analog media products. They just put it on the net as an unimportant additional income.
Then there was this hype (actually, there were two with a large breakdown in between) when suddenly smart people thought not being on the internet is like totally uncool and will probably hurt business so they got on the internet as quickly as possible. They provided their information for free (with ads) trying to catch customers for their ‘real’ products. We do see that in Germany: The top websites -search engines and services like amazon or ebay taken aside, which don’t publish original information- usually are portals by big media companies like Spiegel Online, Bild Online, StudiVZ (the german facebook owned by a huge publishing house), T-Online, gmx.de, web.de (big internet service providers) aso. The only exception is Wikipedia, which is famous for being financed through donations.
So, there is only one website among the 25 top websites in Germany that provides original information and is not connected to existing traditional companies that earn money from other sources. And this one doesn’t actually get paid for its content.
That may mean nothing but my guess is that most of the original information providers could not be supported just by the money earned through advertising and services offered online. They are dependent on the companies behind them to a certain extend and my guess is they will always be. Because paid content is not what the internet is all about. Imho.
Now this article I mentioned describes the example of the TriCityNews, a small local newspaper run by people who actually get it right: “I don’t understand how putting content on the Web would do anything but help destroy our paper. Why should we give our readers any incentive whatsoever to not look at our content along with our advertisements, a large number of which are beautiful and cheap full-page ads?” The article also says that paid subscribtions to information on the web will become popular. I don’t think so because we’re already seeing new information networks like blogs, social networks and aggregators of those evolve that might at one point become as important and reliable as what we call the press nowadays. I might not need to have a look at the daily newspaper for regional news in the future but could easily find bloggers in my region and have a smart search engine compile a daily (or hourly) list of news published by them. I don’t say this will be replacing the traditional media but those new networks will probably also not depend on them anymore. Actually I hope so because that would be a great improvement to a society that becomes more and more focused on information as its primary resource.
Anybody agreeing? Or not?
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MagdeWiki Updates
by yodahome on Nov.19, 2008, under life

MagdeWiki Foto - freigegeben unter CC-By-NC-SA 3.0
Das MadeWiki wächst und wächst… Mit ersten gezielten Vorstößen in puncto Presse und daraus resultierend neuen Magdewikianern wird das Projekt langsam aber sicher publik. Immerhin haben wir schon 230+ Artikel und 90 Bilder in nur 4 Wochen. Langsam wird es aufwändig, jeden Abend die Änderungen des Tages durchzusehen.
Am kommenden Samstag (22.11.) gründen wir einen Trägerverein, das Treffen findet um 16.00 im Café Calla statt. Mehr Infos gibt es unter http://magdewiki.de. Darüberhinaus wird die erste größere Aktion wohl die Suche nach einem Logo (und ggf. ein hübsches Layout) für das Wiki werden. Aber das werden wir dann vielleicht auch am Samstag besprechen.
einestages als Zeitschrift / WordPress Probleme lösen
by yodahome on Sep.09, 2008, under thoughts
Ein paar Tage (=drei) Urlaub und – schwupps – heute war ich wieder arbeiten. Dabei fiel mir ein neues Pressemachwerk auf, das wir offenbar erst seit kurzem im Angebot haben. Der Spiegel-Verlag hat Inhalte aus seinem Online Angebot “einestages”, eine Website die unter Einbeziehung der Leser Zeitgeschichte dokumentieren will, in Printform gegossen und wirft das erste Heft “einestages” auf den Markt drauf. (siehe hier und hier) Zunächst mal scheint das eine einmalige Sache zu sein, aber bei 4,80 € bleibt sicher was hängen, sollte man meinen.
Meine persönliche Beobachtung ist ja, dass besonders im Zeitschriftenmarkt in den letzten Jahren womöglich fehlende Qualität durch Quantität wettzumachen versucht wird. Alle möglichen Presseerzeuger (und auch eine Hand voll neuer, schätze ich mal) bekämpfen den Auflagenschwund mit Alternativerzeugnissen für spezielle Zielgruppen oder Inhalte: Stern bringt NEON und VIEW, Zeit bringt ZeitWissen, viele haben umfangreiche Sammlungen von Büchern, DVDs oder CDs in den Handel gebracht. Plötzlich ist jede populäre Zeitschrift eine “Marke” und man schickt mehr oder weniger verwandte Produkte ins Rennen, allen voran die Kollegen von Springer die mit Bild oder dem VolksXXX ja so ziemlich jede Produktgruppe abdecken: Bildmobil, Volks-PC, Bild-Lexikon, Bild-Geschichte, Computerbild-Software, Sportbild DVDs etc. . Das schöne ist, dass man die Produkte in den eigenen Presseerzeugnisse, die ja immer noch von genug Leuten aus Gewohnheit gekauft werden, gut bewerben kann, was bei Springer ja absolut üblich ist.
Richtig aufdringlich finde ich ja die Frauenzeitschriften, die ganz unverholen die Titelseiten etablierter Illustrierter kopieren. Auch die Titel sind wenig abwechslungsreich: Frau von heute, Woche der Frau, Frau und Welt, Welt der Frau, Frau im Trend, Frau im Glück, Frau aktuell, Frau mit Herz, Frau im Spiegel und – natürlich- Bild der Frau, um nur eine Auswahl zu nennen. Wer braucht den Mist? Wer liest das? Ich weiß es nicht.
Um nun wieder zurück zu “einestages” zu kommen, auch hier war offenbar der Wunsch nach mehr Einkommen Vater des Gedankens, denn warum sollte man Inhalte, die im Web kostenlos verfügbar sind nochmal kostenpflichtig in die Geschäfte stellen? So habe ich den Inhalt kurz überflogen und stelle fest, dass allerhand Artikel zwar wirklich aus einestages.de stammen könnten, aber auch, dass einige Prominente sowie zahlreiche Redakteure mit Artikeln zu Wort kommen, die wohl eher nicht auf der Online-Plattform entstanden sind. Das Meta-Thema des ersten Heftes sind die 1980er Jahre. Hmm. Da gibt es ein Interview mit Udo Lindenberg über sein Meeting mit Erich Honecker. Nochmal Hmm. Erinnert mich persönlich sehr an die GALORE, ein Interviewmagazin, dass eben dieses – Interviews – sehr gut macht. Gleichzeitig hätte der Spiegel auch in einem Spiegel-Spezial machen können, was hier nun “einestages” genannt wird. Man fragt sich.
Das Spiegel Online sich dem Web 2.0 nur zögernd und auch inkonsequent nähert, kann man bei Spiegel Online und ebend auch bei einestages relativ leicht sehen. Man tut sich schwer mit kompletter Offenheit, es ist mir auf die Schnelle auch nicht gelungen herauszufinden, unter welche Lizenz Inhalte in auf einestages denn nun stehen, Fotos kann der Hochladende offenbar selbst kennzeichnen, auch mit Creative Commons.
Werden Inhalte aus der Zeitschrift auch im Onlineangebot verfügbar gemacht? Werden die Autoren von einestages, deren Beiträge veröffentlicht werden bezahlt oder wenigstens um Erlaubnis gefragt? Oder werden Texte schlichtweg gar nicht übernommen und von der Redaktion für das Heft neu geschrieben?
WordPress auf 1&1
Ich hoste meine Website seit langem bei 1&1, auch den neuen WordPress Blog. Probleme hatte ich aber immer beim Hochladen von Bildern bzw. der Weiterverarbeitung (WP erzeugt automatisch kleinere Versionen der Bilder). Das Skript lieferte mir immer einen Error 500 (Interner Serverfehler) zurück.
Als Lösung fand ich in vielen Foren (z.B. hier) folgenden Tipp: Damit 1&1 für die PHP Skripte auch die PHP Version 5 verwendet muß folgendes in der .htaccess Datei von WordPress stehen:
# PHP5 auf 1und1 einschalten AddType x-mapp-php5 .php AddHandler x-mapp-php5 .php
Und erschreckenderweise funktioniert seitdem bei mir WordPress problemlos. Der Skriptfetzen kann auch bei Problemen mit Gallery 2 helfen.
Neuer Google Browser "Chrome"
by yodahome on Sep.03, 2008, under Computer
Image via CrunchBase, source unknown Google hat Humor. Die Ankündigung für den neuen Browser genannt ”Chrome” (so heisst auch ein Bereich der UI von Mozilla Firefox) erfolgte im Google Blog mit einem Comic des Autors Scott McCloud (einigen vielleicht bekannt durch sein Buch “Understanding Comics“). Wo historisch ja doch eher ein Zwist zwischen den Entwicklern von Apple und Mozilla liegt (für Safari entschieden sich die Entwickler KHTML anstelle der Gecko-Engine zu verwenden) basiert Chrome auf Apples Webkit enthält aber auch Komponenten aus dem Mozilla Firefox. (Ankündigung von Google). Folglich sieht es dann auch aus, wie eine Mischung aus beidem, die Tabs findet man oberhalb der Adresszeile, eine Menüleiste sucht man (wie beim IE7,8) vergeblich.
Robert Scoble weiß zu erzählen, dass Chrome sogar schon der Name eines Projektes für einen Multimedia Browser von Microsoft war. Doch was tut nun dieser Browser?
Naja, vieles was die anderen auch können. Allerdings schneller. Insbesondere soll der Browser JavaScript, dass vor allem die modernen Webapplikation massiv verwenden, schneller verarbeiten. Google Offline Service Gears hat der Browser natürlich nativ dabei. Er importiert bei Installation auf Wunsch viele Einstellungen aus Firefox (beispielsweise auch Passwörter, eine Verschlüsselung per Master-Passwort gibt es in Chrome aber nicht )
Ich schreibe diesen Eintrag gerade aus Chrome, positiv fällt auf, dass die Oberfläche offenbar komplett lokalisiert ist. Schneller geladen hat der Browser auch, er braucht mit 7 offenen Tabs auch nur knapp 30 MB Speicher (Firefox braucht da 140 MB!). Im Betrieb ist mir jetzt keine besondere Beschleunigung aufgefallen, aber der Browser fühlt sich deutlich weniger behäbig an als Safari in Windows.
Die Addressezeile ist sowohl universell zu gebrauchen, beherbergt also auch eine ausgeklügelte Suchfunktion, was sonst hätte man jetzt von Google auch erwarten können. Tatsächlich kann man aber auch eine andere Suchmaschine für den Browser einstellen.
Der Browser soll komplett Open Source, d.h. Ideen aus Chrome sollten in die Entwicklung anderer Open Source Browser (eben Firefox oder auch den KDE Konqueror) zurückfließen können. Bis jetzt ein hübsches Stück Software, mal schauen was die Welt daraus macht. Bislang gibt es Chrome nur für Windows (XP und *brrr* Vista) aber er soll auch noch auf Mac und Linux erscheinen (besonders unter Linux wird das interessant, denn es gibt einige Macken, die den Firefox unter Linux hin- und wieder langsamer machen als unter Windows). Kann man mal ausprobieren, es bleibt nur zu hoffen, dass Google jetzt nicht vollends die Daten aller seiner Nutzer direkt aus dem Browser absaugt, immerhin kann man während der Installation schon ein Häkchen machen, was den regelmäßig Datenaustausch aktiviert. Ich hab’s erstmal abgeschaltet, denn ich weiß ja: Google hat Humor. *g*


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